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Papier-Taschentuch

Für Schnupfnasen und Heulsusen

 
Begonnen hat die Geschichte des Papier-Taschentuchs am 29. Januar 1929. An jenem Tag meldeten die Vereinigten Papierwerke Nürnberg "Tempo" zum Patent an.
 
Ein Junge hält sich ein Taschentuch vor die Nase (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Hatschi!Hatschi!
Man nehme: Laubbäume aus Skandinavien oder Südamerika und Wasser aus dem Rhein – und heraus kommt das bekannteste Papier-Taschentuch aller Zeiten.
Seit mehr als 80 Jahren sorgt das Tempo-Taschentuch für saubere Nasen. Die Erfindung war eine unglaubliche Idee: Nase putzen und dann das Taschentuch wegwerfen!
Frau mit Tempopackung in der Hand (Bild: Procter and Gamble)
Tempowerbung 1929
Die Hausfrauen waren überglücklich. Sie mussten keine Stoff-Taschentücher mehr waschen und bügeln.
Weniger Bakterien
Außerdem war der Schnupfen schneller wieder weg, weil die Bakterien zusammen mit dem Papiertuch im Mülleimer landeten.
Schon wenige Jahre später war die Nachfrage nach dem Einmaltaschentuch so groß, dass die Vereinigten Papierwerke neue Produktionsstätten aufmachen mussten.
Maschine zur Papierherstellung (Bild: Procter and Gamble)
Maschine zur Herstellung von Papiertaschentüchern
Herstellung: aus Zellstoffbrei
Die Herstellung des samtweichen Tuches hat sich seitdem kaum verändert:
Aus Fasern von Bäumen wird Zellstoff gewonnen. Zusammen mit Wasser entsteht daraus ein "Zellstoff-Brei".
Nachdem der Brei gepresst, getrocknet und gerollt wurde, erhält man lange Papierbahnen. Diese werden zurecht geschnitten, zusammengelegt und verpackt.
Mittlerweile gibt es auch noch viele andere Firmen, die das Papier-Taschentuch herstellen. Würde man allerdings fragen, wie die anderen Marken heißen, wüsste kaum einer die Antwort.
Das liegt daran, dass der Name "Tempo" in der Alltagssprache mit Papier-Taschentuch gleich gesetzt wird. Wer nach einem Tempo fragt, möchte einfach ein Papier-Taschentuch.
 
Autorin: Yvonne Unger
 
Letzte Änderung am 26. Januar 2016
 
 
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