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Motorroller

Mit der italienischen Wespe fing alles an..

 
Motorroller mit fünf Sitzen (Bild: dpa)
Die Fantasie vom Rollerfahren kennt kaum Grenzen. So wäre die Fahrt mit diesem selbstgebauten Modell für die fünf Artisten bestimmt viel bequemer gewesen.
(Bild: dpa)
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Rollerfahrer und drei Mädchen (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Älteste VespaÄlteste Vespa
„Der sieht ja aus wie eine Wespe“ soll der Firmenchef Enrico Piaggio vor rund 65 Jahren gesagt haben, als er den Motorroller begutachtete, der heute Kult ist.
So kam es, dass der Motorroller „Vespa“ genannt wurde, also zu deutsch „Wespe“.
Denn die Neuerscheinung ähnelt mit ihren Rundungen, einem prallen Hinterteil und einer schlanken Taille einer Wespe und ist auch fast so wendig wie sie.
Auch wenn die Vespa nur als Fortbewegungsmittel diente, wurde sie schon früh mit einem ganz bestimmten Lebensgefühl verbunden: schick, frech, jung.
Verkehrspolizist in Rom (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Mit dem Roller in RomMit dem Roller in Rom
Auch der dickste Stau kann einen Roller nicht hindern, pünktlich zur Verabredung zu erscheinen.
Mädchen schätzten es in den fünfziger Jahren besonders, dass sie ihren Roller auch im Rock fahren konnten.
Die ersten Roller waren noch olivgrün, doch schon bald konnten die Fans unter vielen Farben wählen. Weil schon 16jährige den Führerschein für einen kleinen Roller machen können, ist er bis heute ein beliebtes Einsteigerfahrzeug.
Paar auf Vespa (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Paar bei einer SpazierfahrtPaar bei einer Spazierfahrt
Entstanden ist der Kult um den Roller in Italien. Doch die Begeisterung erfasste ganz Europa, und Fahrzeughersteller entwickelten überall Rollermodelle. In Deutschland hatte es schon in den zwanziger Jahren ähnliche Fahrzeuge gegeben, die aber nicht so gut angekommen waren.
Sogar Papst Pius XII. war begeistert von dem neuartigen Fortbewegungsmittel und segnete 1956 die millionste Vespa.
Papst Benedikt XVI. fährt übrigens auch Roller: Für ihn wurde ein besonderes Modell mit Dach und drei Rädern gefertigt. Der Papst lässt sich natürlich von einem Chauffeur kutschieren. Der Name des fleißigen Gefährts: "Ape", zu deutsch Biene.
Bei uns heißen diese Roller mit Dach "Kabinenroller". Sie bieten Schutz vor Regen; und sie waren als Transporter früher sehr beliebt.
Mann auf Roller des Typs "Schwalbe" (Bild: Picture-Alliance / dpa/dpaweb)
Großansicht: Die "Schwalbe"Die "Schwalbe"
Ob mit oder ohne Dach: Rollernamen werden gerne von den Vögeln und Insekten geliehen.
Die "Schwalbe" gehörte zum Beispiel zur so genannten "Vogelserie" und wurde in den 1960er Jahren in einem Werk in Thüringen produziert.
Für die Fans muss Rollerfahren so schön wie Fliegen sein.
 
Autorin: Anette Bullach
 
Letzte Änderung am 05. Mai 2015
 
karl drais auf laufmaschine (Bild: Quelle: dpa Picture-Alliance)

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