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Wiederverwertbare Raketen

Space X hält den Rekord

 
Am 22. Dezember 2015 -klappte es das erste Mal: Ein Teil einer Rakete landete sicher auf der Erde. Ein wichtiger Schritt für die Raumfahrt.
 
Für Raketenstarts müssen immer wieder komplett neue Raketen gebaut werden. Eine Entwicklung könnte das verändern.
 
Arbeit gegen die Erdanziehung
Spaceshuttles und Satelliten ins All zu schießen ist ganz schön kompliziert. Denn die Teile sind sehr schwer und um die Erdanziehungskraft zu überwinden braucht es viel Treibstoff. Mit Trägerraketen funktioniert das.
Ihr Antrieb funktioniert so ca. wie ein Luftballon aus dem du die Luft raus lässt. Der Luftstrom strömt in die eine Richtung und der Ballon in die Entgegengesetzte.
So funktioniert das auch bei Raketen. Der Treibstoff reagiert in der Rakete und wird mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Erde raus gestoßen, sodass die Rakete nach oben ausweicht und abhebt – wie ein Ballon nur kontrollierter.
Der Trick: in Stufen
Viele Raketen nutzen einen weiteren schlauen Trick:  Sie lagern den Treibstoff in extra Teilen, sogenannten Stufen. Ist ein Tank leer wird die gesamte Stufe abgetrennt. Dadurch verliert die Rakete Gewicht und kommt noch schneller voran.
Die abgetrennte Stufe stürzt dann ins Meer oder verglüht. Das heißt für jeden Raketenstart müssen Neue gebaut werden.
Im Dezember 2015 ist es erstmals gelungen diese „erste Stufe“ zu retten. Sie war so gebaut, dass sie selbstständig zur Erde zurücksteuern und unbeschädigt landen konnte. Das war das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt, dass so etwas funktioniert.
Vor dem nächsten Start muss die Rakete wieder hergerichtet werden. Wenn das gut funktioniert, könnte diese Art von Rakete die Trägerrakete der Zukunft werden.
 
Autorin: Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 19. Dezember 2016
 
 
 
 
 
 
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