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Raumstation MIR

15 Jahre schwebte die MIR durch den Weltraum - von 1984 bis 2001

 
Raumstation MIR (Bild: dpa)
Großansicht: Raumstation MIRRaumstation MIR
MIR heißt Frieden und die MIR ist etwas ganz Besonderes in der Geschichte der Raumfahrt. Sie wurde am 19. Februar 1986 vom russischen Weltraum-Bahnhof Baikonur ins All geschossen und war damals das größte künstliche Objekt im Weltraum.
Ursprünglich war geplant, dass die MIR höchstens sieben Jahre im All bleiben und dann durch ein neues Modell ersetzt werden sollte. Aber dazu fehlte das Geld. Aus sieben wurden fünfzehn Jahre!
An Bord der MIR wurden über 16.000 Experimente durchgeführt, die für die weitere Entwicklung der Raumfahrt und der Raumfahrtmedizin wichtig waren.
Mann vor einem Modell der Raumstation MIR. (Bild: dpa)
Großansicht: Nachbau der MIR bei einer WeltraumausstellungNachbau der MIR bei einer Weltraumausstellung
In den neunziger Jahren entwickelte sie sich dann zu einer Internationalen Raumstation.
Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Ländern arbeiteten an Bord der MIR.
Weil die MIR viel länger als geplant im All blieb, kam sie immer wieder wegen technischer Probleme in die Schlagzeilen:
Es kam zu Sauerstoff- und Energiepannen. Einmal brach an Bord sogar ein Feuer aus! Der Besatzung gelang es aber jedes Mal, die Fehler zu beheben.
Nebelbild mit 3 hellen Punkten (Bild: SWR)
Die verglühende MIR
Am 23. März 2001 war dann alles vorbei. Nach 15 Jahren im Weltraum endete die russische Weltraumstation MIR als Feuerball über dem Südpazifik.
Von den Fidschi-Inseln aus konnte man die brennenden Überreste am Himmel beobachten.
WissenschaftlerInnen hatten die MIR absichtlich zum Absturz gebracht.
Wie lässt sich eine 130 Tonnen schwere Raumstation entsorgen?
Grafik: ein Teil der Raumstation MIR stürzt ins Meer (Bild: SWR)
Modell der abstürzenden MIR
Im All konnte sie nicht bleiben. Die einzige Möglichkeit war, sie zurück auf die Erde zu holen!
Das war natürlich nicht ganz ungefährlich: Es wurde genau geplant, wo die MIR auf die Erde stürzen sollte, aber trotzdem konnte niemand mit Sicherheit sagen, ob auch alles nach Plan verlaufen würde.
Nie zuvor hatte jemand versucht, ein so großes Objekt aus der Erdumlaufbahn zum Verglühen zu bringen.

Space Shuttle im All angedockt an die Raumstation MIR (Bild: NASA)
Raumstation MIR mit Space Shuttle
Doch die russische Raumstation MIR beendete auch ihre letzte Mission planmäßig und erfolgreich.
Es heißt, ein Teil der MIR wird niemals sterben. Denn die Erfahrungen, die mit der MIR im Weltall gemacht wurden, sind wichtige Grundlagen für die Entwicklung der Internationalen Raumstation ISS.
 
Autor: Holger Neumann
 
Letzte Änderung am 03. Januar 2013
 
Astronaut schaut aus einem Fenster der ISS auf die Erde. (Bild: dpa)

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