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Tetra Pak

Ein Getränkekarton als Alternative zur Flasche

 

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Ruben Rausing und seine Söhne vor einer Tetra Pak Maschine (Bild: Tetra Pak)
Großansicht: Rausing und seine Söhne vor dem Prototypen der TetraPak MaschineRausing und seine Söhne vor dem Prototypen der TetraPak Maschine
Vor einem halben Jahrhundert hatte der Schwede Ruben Rausing die Idee, Flüssigkeit nicht in Flaschen, sondern in stoßfesten, stapelbaren und platzsparenden Kartons abzufüllen.
Seine Frau Elisabeth gab ihm den Tipp, die Verpackung mit der Wurstpelle zu vergleichen, die die Wurst wie einen Mantel umschließt und schützt.
Dies brachte Rausing auf die Idee, die Außen- und Innenseite eines Kartons mit einer dünnen Kunststoffschicht zu versiegeln.
weiße Modelle verschiedener Tetrapaks (Bild: Tetra Pak)
Modelle verschiedener Tetrapaks
Die erste Form eines Milchkartons war ein Tetraeder, d.h. eine dreiseitige Pyramide. Das sorgte für Aufsehen.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Großteil der Milch in Europa unverpackt geliefert. Milchwagen fuhren durch die Wohnviertel und die Menschen kamen mit Flaschen und anderen Behältern zum Wagen, um sich ihre Milch abzufüllen. Mit Tetra Paks wurde der Transport der Milch vereinfacht. 1952 brachte Rausing den ersten Tetra Pak-Getränkekarton in Schweden auf den Markt.
weißes Modell eines Tetra Pak Kartons (Bild: Tetra Pak)
Großansicht: Modell eines Tetra Pak KartonsModell eines Tetra Pak Kartons
Um Milch so sicher wie in einem Kuheuter aufzubewahren, wurde später auf der Innenseite des Kartons zusätzlich eine hauchdünne Aluminiumfolie aufgetragen - gerade mal 0,0065 Millimeter dick. Das ist dünner als ein Haar.
Diese Aluminiumfolie schützt die Milch vor Sauerstoff und Licht. Denn Licht zerstört nicht nur wichtige Vitamine, sondern verändert auch den Geschmack der Milch. Deshalb muss Milch aus Flaschen auch schneller getrunken werden als Milch aus einem Tetra Pak.
Tragetüten, Haushaltspapier, Toilettenpapier (Bild: Tetra Pak)
Produkte aus recycelten Tetra Paks
Ein weiterer Vorteil von Kartonverpackungen:
Sie sind wiederverwertbar.
Die Kartons werden zuerst zerkleinert und dann so lange im Wasser gebadet, bis sich die Folien von dem Karton lösen.
Aus dem Karton wird dann wieder neues Papier für Tragetaschen und vieles andere gemacht.
 
Autorin: Petra Pettorino