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Ballett-ABC

 
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AusstatterInnen
AusstatterInnen kümmern sich um alle Gegenstände, die für eine Aufführung gebraucht werden, z.B. Requisiten und Kostüme.
 
Allegro
Allegro bezeichnet den schnellen Teil des Balletttrainings. Dabei bewegen sich die BallettschülerInnen im gesamten Übungsraum und zeigen schnelle Techniken und Sprünge.
 
Adage
Adage – oder auch Adagio – ist der langsame Teil des Balletttrainings. Dabei machen TänzerInnen kleine und langsame Tanzbewegungen, die viel Körperkontrolle und Gleichgewichtssinn verlangen. Das Gegenteil von Adage ist Allegro.
 
Akt
Eine Ballettvorführung ist in bis zu vier Akte unterteilt. Dazwischen gibt es kleine Pausen. Ein Akt gliedert sich in verschiedene Szenen.
 
Arabesque
Arabesque ist eine klassische Ballett-Pose, bei der TänzerInnen nur auf einem Bein stehen – dem gestreckten Standbein. Das andere Bein, das Spielbein, wird nach hinten in die Höhe gestreckt. Mit den Armen halten TänzerInnen das Gleichgewicht.
 
Ausstellen
Das Ausstellen ist eine Bewegung, bei der das Spielbein von der Hüfte aus nach außen gedreht wird. Das Ausstellen erleichtert dadurch einige typische Ballettbewegungen.
 
Abstraktes Ballett
Beim abstrakten Ballett gibt es keine besondere Handlung, sondern die TänzerInnen konzentrieren sich nur auf das Tanzen. Die Bewegungen bleiben abstrakt, also ohne eine erkennbare Bedeutung. Es entstand um 1920.
 
B
 
Bühnenbild
Das Bühnenbild umfasst die Gestaltung der Bühnen mit Requisiten und Kulissen.
 
Besetzung
TänzerInnen wird eine Rolle zugeteilt. Für diese Rolle sind der/die TänzerIn die erste Besetzung. Fällt ein(e) TänzerIn wegen Krankheit aus, gibt es eine zweite Besetzung.
 
Ballon
Ein Ballon ist ein sehr eleganter und federnder Sprung. Dabei springen TänzerInnen so kräftig vom Boden ab, dass der Eindruck entsteht, er/sie schwebe für kurze Zeit in der Luft.
 
Ballerina
Eine Ballerina ist eine Solotänzerin, auch Solistin genannt. Ihr Partner heißt Ballerino. Um Ballerina zu werden, muss eine Tänzerin möglichst viele Solo-Rollen so gut beherrschen, dass sie besser ist als die anderen Tänzerinnen und aufsteigt: von der zweiten Solistin zur ersten Solistin und schließlich zur Ballerina. Danach gibt es nur noch eine Steigerung: die Primaballerina.
 
Ballett
Das Wort Ballett stammt aus dem Italienischen. Das italienische Wort „ballare“ bedeutet übersetzt: tanzen. Erste ballettähnliche Aufführungen fanden im 15. Jahrhundert in Italien statt. Die italienische Kaufmannstochter Katharina von Medici heiratete im 16. Jahrhundert den französischen Thronfolger und führte das Ballett in Frankreich ein, wo es schnell sehr beliebt wurde.
 
Batterie
Batterie bezeichnet eine Bewegung beim Allegro, bei der die Beine während eines Sprungs in der Luft zusammengeschlagen werden. Gute TänzerInnen können ihre Beine während eines Sprungs mehrfach zusammenschlagen.
 
Ballettkorps
Das Ballettkorps ist die Gruppe von TänzerInnen, die immer gemeinsam auf der Bühne auftreten. Sie tanzen nicht allein.
 
C
 
ChoreografInnen
ChoreografInnen erfinden passende Tänze und Schrittfolgen zur Ballettmusik und der Handlung eines Ballettstücks.
 
Choreografie
Die Choreografie umfasst Schritte und Bewegungsabläufe in einem Ballett. Sie ist wichtig, weil ChoreografInnen die eigenen Vorstellungen darin einfließen lassen. Die Choreografie wird in einem Ablaufplan genau festgehalten.
 
D
 
Demi-plié
Beim Demi-plié stehen TänzerInnen in der Grundposition und beugen die nach außen gedrehten Knie – ohne dass sich die Fersen vom Boden abheben.
 
Développé
Développé ist eine Position, bei der das angewinkelte Bein langsam nach vorn, zur Seite oder nach hinten gestreckt wird.
 
Derrière
Derrière ist eine Richtungsbezeichnung. Derrière meint „hinter“ dem Körper.
 
Devant
Devant ist eine Richtungsbezeichnung. Devant meint „vor„ dem Körper.
 
E
 
Entré
Entré ist der Szenenauftritt einzelner TänzerInnen.
 
Exercice
Exercice ist das Balletttraining: erst an der Stange und später im freien Raum. Es beginnt mit einem langsamen Teil, dem Adage. Danach folgt ein schneller Teil, der Allegro. Das Training dauert etwa 90 Minuten und hat eine feste Reihenfolge.
 
Entrechat
Beim Entrechat springen TänzerInnen kerzenförmig in die Höhe und schlagen die Fersen gekreuzt gegeneinander.
 
En croix
En croix bedeutet kreuzförmig. Dabei vollführen TänzerInnen Schritte nach vorne, zur Seite, nach hinten und wieder zur Seite – in der Form eines Kreuzes.
 
Enchaînements
Enchaînements ist die Schrittfolge in einer Choreografie.
 
F
 
Fouetté
Fouetté bedeutet „gepeitscht“. TänzerInnen vollführen dabei mit dem Spielbein rasche Bewegungen, ähnlich einer Peitsche. Währenddessen dreht sich der Körper um das Standbein.
 
G
 
Glissade
Die Glissade bezeichnet einen Gleitschritt. Dieser Schritt ist eine der wichtigsten Ballettbewegungen, denn sie dient oft der Vorbereitung des Sprungs.
 
Generalprobe
Die Generalprobe ist die letzte Probe vor einer Premiere.
 
Grand jeté
Der Grand jeté ist ein Sprung mit gestreckten Beinen. TänzerInnen machen dabei einen Spagat in der Luft.
 
H
 
Halbsolist
HalbsolistInnen sind TänzerInnen, die bei einer Ballettaufführung Nebenrollen übernehmen.
 
Handlungsballett
Beim Handlungsballett wird eine Geschichte/Handlung umgesetzt. Sie stellt den Kern dieser Ballettform dar.
 
K
 
Künstlerische DirektorInnen
Künstlerische DirektorInnen sind LeiterInnen einer Ballettgruppe. Sie entscheiden, welche Ballettstücke getanzt werden und welche TänzerInnen welche Rollen tanzen.
 
Kulisse
Die Kulisse ist ein Teil des Bühnenbildes. Dabei handelt es sich um Teile der Dekoration. Manche Kulissen bestehen aus ganzen Straßenzügen oder Häuserfassaden.
 
Kolophonium
Kolophonium ist das klebrige weiße Kunstharzpulver, in das TänzerInnen ihre Schuhe eintauchen, bevor sie auf die Bühne gehen. Es verhindert, dass sie bei schnellen Bewegungen ausrutschen.
 
KomponistInnen
KomponistInnen verfassen die Musik für ein Ballett. KomponistInnen müssen die Komposition ständig mit ChoreografInnen absprechen.
 
N
 
Notation
Die Notation ist eine Tanzschrift – so etwas wie ein Drehbuch. Mit Hilfe der Notation wissen TänzerInnen, wann welche Bewegung getanzt werden soll.
 
Notator
Der Notator zeichnet die Schrittfolgen und Bewegungen eines Balletts auf.
 
P
 
Premiere
Die Premiere ist die erste Aufführung eines Balletts.
 
Plié
Plié bedeutet „Kniebeuge“ und gehört zu den ersten Übungen an der Stange. TänzerInnen gehen dabei in die Knie.
 
Pas de deux
Pas de deux heißt übersetzt "Tanz für zwei". Er hat eine feste choreografische Form und gliedert sich meistens in vier Teile. Am Ende wird schneller getanzt als zu Beginn. Der Pas de deux ist der Höhepunkt eines Handlungsballetts.
 
Primaballerina
Die Primaballerina ist die erste Solistin eines Balletts. Sie tanzt meist die schwierigen Partien und hat bereits die Hauptrollen in allen großen Ballettstücken getanzt.
 
Pantomime
Pantomime ist die Sprache des Körpers, die aus Gesten, Mimik und Bewegungen besteht.
 
Pas de bourrée
Der Pas de bourrée ist ein Schrittwechselschritt, der meistens auf der Spitze (Tänzerin) oder der Ferse (Tänzer) ausgeführt wird.
 
Pirouette
Pirouette heißt übersetzt „Fußkreisel“ und ist eine Körperdrehung auf einem Bein um die eigene Achse. Die deutsche Tänzerin Anna Heinel soll am Ende des 18. Jahrhunderts die Erste gewesen sein, die eine Pirouette tanzen konnte.
 
Pas
Der Pas ist ein Tanzschritt. Er darf nicht mit einem gewöhnlichen Schritt verwechselt werden, denn im Ballett ist genau festgelegt, wie er aussehen muss. Es gibt verschiedene Arten den Pas zu vollführen, zum Beispiel gesprungen oder gleitend.
 
R
 
Révérence
Die Révérence ist eine Verbeugung (Jungs) oder ein Knicks (Mädchen) und eröffnet oder beschließt eine Ballettstunde.
 
Relevé
Relevé ist eine Übung, bei der sich TänzerInnen auf die Fußspitzen erheben.
 
Requisiten
Die Requisiten sind die Gegenstände in einer Aufführung, die von den TänzerInnen benutzt werden können, zum Beispiel eine Uhr oder ein Kleidungsstück.
 
Repertoire
Das Repertoire umfasst alle Werke, die eine Ballettgruppe aufführen kann. Die BallettschülerInnen müssen diese Werke in Repertoirekursen lernen.
 
S
 
Sauté
Sauté bedeutet „springen“. Eine gesprungene Übung wird einfach um das Wort „sauté“ ergänzt. Beispiel: Arabesque sauté.
 
Spitzentanz
Spitzentanz ist das Tanzen auf den Zehenspitzen in Spitzenschuhen. Erst nach langem Training beherrschen TänzerInnen den Spitzentanz, denn er verlangt ein sehr gutes Körpergefühl und eine ausgeprägte Beinmuskulatur.
 
Spitzenschuhe
Spitzenschuhe sind Schuhe mit verstärkter Spitze. In der Spitze befinden sich viele Lagen Pappe, Sackleinen und Satin. Sie ermöglichen es, auf den Zehenspitzen zu tanzen.
 
SolistIn
TänzerInnen sind SolistInnen, wenn sie alleine tanzen.
 
Stange
Die waagerechte Stange in einem Ballettstudio verläuft an der Spiegelwand entlang. An ihr können sich die TänzerInnen während der Übungen abstützen.
 
T
 
Tutu
Das Tutu ist ein weißer Rock aus gerafftem Stoff, der einem Teller ähnelt. Er kann sehr kurz sein, aber auch bis zur Wade reichen.
 
U
 
Uraufführung
Die Uraufführung ist die erste Aufführung eines neuen Ballettstücks. Davor herrscht immer ganz besondere Spannung, weil keiner weiß, wie die neue Aufführung aussehen wird.