Ballett und Tanz
John Neumeier - ein Leben für den Tanz
John Neumeier
Als Kind mochte John Neumeier Musicals. Ihn störte daran nur, dass die DarstellerInnen so viel redeten. Besser gefiel ihm, wenn sie nur tanzten.
Neumeier begann, den Tanz zu lieben. Ab 1957 studierte er moderne Tänze in seiner Heimat Amerika und danach
Ballett an der Königlichen Ballettschule in London. Schon bald kam John Neumeier groß raus, er hatte viele Posten: Solist und
Choreograf in Stuttgart, Ballettdirektor in Frankfurt.
Seinen ganz eigenen
Choreografie-Stil entwickelte er dabei immer weiter. Er verband traditionelle Stücke wie "Der Nussknacker“ oder "Romeo und Julia“ mit den modernen Tanzbewegungen des Modern Dance.
Immer noch auf der Bühne
Das Publikum war freudig überrascht. Ballett-Fans warteten ungeduldig auf weitere Premieren, auf neue, unbeschreibliche Choreografien und sie wurden nicht enttäuscht.
Neumeier spielte vor allem bekannte Stücke, gab ihnen neue Atmosphäre und erweiterte die Geschichten: mit Science-Fiction-Kulissen, aggressivem Ausdruck oder einem frechen Mix aus lustigen und tragischen Szenen – zum Lachen und Weinen zugleich.
Totale Verwunderung
Oder er trieb Handlungen auf die Spitze, sodass die KünstlerInnen ihre Gefühle nicht mehr aussprechen, sondern nur noch tanzen konnten. Pralle Emotionen kamen da zu Vorschein – totale Verwunderung oder überschwängliche Neugierde zum Beispiel.
Seit 1973 ist John Neumeier Ballettdirektor in Hamburg. Nebenbei baut er eine Ballettsammlung auf. Außerdem leitet er eine Ballettschule – die "John Neumeier Ballettschule“ in Hamburg. Neumeier heimste für seine Arbeit die wichtigsten Kunst-Preise Deutschlands und der Welt ein, seine Auszeichnungen kann er mittlerweile kaum noch zählen – und jedes Jahr werden es mehr.
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Autor: Matthias Ebert
Letzte Änderung am 27. September 2008
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.