Ballett und Tanz
Romantisches und Klassisches Ballett
Romantisch: La Sylphide
Bis zum 19. Jahrhundert ging es im
Ballett selten um Gefühle. Dann kam die Romantik - und damit herzzerreißende Geschichten im Ballett. Die
ChoreografInnen wollten die ZuschauerInnen zum Weinen bringen, sie sollten Gefühle nachempfinden. Die Zeit dieses sogenannten "Romantischen Balletts“ begann mit der
Uraufführung des Stücks "La Sylphide“ im Jahr 1832 in Paris.
Das Stück erzählt eine romantische Liebesgeschichte und wird deshalb als romantisches Ballett bezeichnet. Für "Sylphide“ hatte der Choreograf Filippo Taglioni außerdem die Idee, die
Ballerina, seine Tochter Maria, auf den Fußspitzen tanzen zu lassen. Dadurch sollte sie so leichtfüßig wie eine Waldfee wirken und über die Bühne schweben.
Waldfee auf Spitzen
Damit war der
Spitzentanz erfunden. Spitzentanz und romantisches Ballett sind seitdem bei Ballettaufführungen nicht mehr wegzudenken. Auch heute noch stehen romantische Ballettstücke auf dem Spielplan vieler großer Balletthäuser.
Die Zeit des Klassischen Balletts begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland. Dort waren Ballettaufführungen beim Publikum so beliebt, dass der klassische Tanz einen Aufschwung erlebte. Viele Ballettstücke, die wir heute kennen, wurden in dieser Zeit erfunden und einstudiert. TänzerInnen wie Anna Pawlowa und Waslaw Nijinski wurden weltberühmt. Viele bekannte französische Ballett-Choreografen arbeiteten deshalb in Russland.
Klassische Ballettsprünge
Natürlich brachten sie auch ihre Ideen mit: Sie ließen erstmals eine Ballettgruppe zusammen mit SolotänzerInnen auftreten. Außerdem waren hohe und weite Sprünge immer öfter Teil der Vorstellung.
So konnten auch die männlichen Tänzer zeigen, was in ihnen steckte: mit technisch anspruchsvollen Einzeldarbietungen, hohen Sprüngen und Schwindel erregenden
Pirouetten.
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Autoren: Christin Bamberg und Matthias Ebert
Letzte Änderung am 27. September 2008
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.