Ballett und Tanz
Choreografie, Musik und Bühnenbild
Discjockey statt Orchester
Tanzen ohne Musik? Im klassischen
Ballett war das undenkbar. Anders beim modernen Bühnentanz: Ob Jazz, Klassik, Kinderlieder oder gar keine Melodien – alles ist erlaubt.
Innerhalb eines Stückes können die Musikrichtungen wechseln. Und die Klänge können mal ohrenbetäubend laut sein, mal fast unhörbar leise. Wichtig ist nur, dass die Musik den Tanz und die Stimmung untermalt.
TänzerInnen tanzen, was ChoreografInnen erfinden
Nicht mal mehr ein Orchester ist nötig. Für modernen Bühnentanz kann die Musik auch vom Band kommen oder von einem DJ aufgelegt werden. Die
ChoreografInnen suchen die Musik aus und erfinden Bewegungsfolgen. Dabei haben sie freie Hand.
Die Choreografin Pina Bausch zum Beispiel ist für eine ganz besondere Methode berühmt geworden: Sie befragt ihre TänzerInnen: "Was ist Zärtlichkeit?“, "Wie sieht Hilflosigkeit aus?“ Die Bewegungen der TänzerInnen baut sie dann in ihre Stücke ein.
Tanzen neben einer großen Walflosse
Auch das
Bühnenbild ist wichtig für eine gelungene Aufführung. Es erlaubt für den modernen Bühnentanz Fantasie in alle Richtungen: Mal ist die Bühne kahl, sodass allein der Tanz auf das Publikum wirkt. Mal ist es üppig, dann sprießen Kakteen oder eine Walrossflosse ragt aus dem Boden, um den Tanz zu betonen.
Egal ob Musik,
Choreografie oder Bühnenbild: Fantasievollen Ideen sind keine Grenzen mehr gesetzt. Der moderne Bühnentanz hat sein Ziel erreicht und sich von den Zwängen des klassischen Balletts befreit.
Autorin: Claudia Butter
Letzte Änderung am 27. September 2008
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.