Welt der Berge

Ötzi - Der Mann aus dem Eis

 
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Mumie des Ötzi am Fundort im Eis (Bild: dpa)
Großansicht: Ötzi an seinem FundortÖtzi an seinem Fundort
Im September 1991 machten deutsche Touristen in Südtirol einen spektakulären Fund:
Auf einem Gletscher entdeckten sie eine Mumie - die Leiche eines Mannes, der vor ungefähr 5300 Jahren gelebt hat.
Weil der Fundort in den Ötztaler Alpen liegt, wurde der Gletschermann "Ötzi" genannt.
Da die Leiche die ganze Zeit gefroren war, blieb sie über die Jahrtausende hinweg gut erhalten. Die Kleidung und das Werkzeug, das Ötzi bei sich trug, wurden ebenfalls gefunden. Er war mit Kleidern aus Fell und Leder, einer Fellmütze und Lederschuhen bekleidet. Bei sich trug er Pfeil und Bogen - und sogar einen Rucksack hatte Ötzi dabei.
Ötzi (Bild: dpa)
Großansicht: ÖtziÖtzi
Viele Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren mit Ötzi beschäftigt. Er wurde geröngt und mit Hilfe von Computern genau untersucht.
Dabei stellte sich heraus, dass Ötzi ungefähr 46 Jahre alt wurde.
Vermutlich starb er an einer Schussverletzung: Unter seinem linken Schulterblatt wurde die Spitze eines Pfeils gefunden.
Heute befindet sich Ötzi im Archäologiemuseum in Bozen. Dort wird der Mann aus dem Eis in einer extra für ihn entwickelten Kühlzelle aufbewahrt.
 
Autor: Holger Neumann
 
Letzte Änderung am 04. Dezember 2007