Auf dem Eis
Guten Rutsch!
Rutschiges Eis
Warum rutschen Schlittschuhe überhaupt auf Eis?
Das Geheimnis liegt in der Oberfläche von Eis: Jede Schicht aus Eis hat einen flüssigen Wasserfilm an ihrer Oberfläche. Manchmal ist diese Wasserschicht nur ein Tausendstel eines Millimeters dick. Doch das reicht schon aus, damit das Eis rutschig wird.
Beim Schlittschuhlaufen bewegen wir uns in Wirklichkeit also nicht auf Eis, sondern auf dieser Wasserschicht.
Schlittschuhlaufen auf dem See
Das Erstaunliche ist aber, dass diese Wasserschicht auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bestehen bleibt.
Normalerweise gefriert Wasser bei Temperaturen unter null Grad zu Eis. Warum das in diesem Fall nicht passiert, hat den WissenschaftlerInnen mehrere hundert Jahre Kopfzerbrechen bereitet.
Heute ist klar, dass es mehrere Erklärungen gibt. Alle sind unter bestimmten Bedingungen richtig. Bis zu einer Temperatur von -1 Grad bringt der Druck von unseren Füßen das Eis zum Schmelzen. Bei noch kälteren Temperaturen reicht der Druck aber nicht aus, das Eis zu schmelzen.
Sprint über das Eis
Bei sehr kalten Temperaturen ist deshalb die Reibung für das Schmelzen verantwortlich: Wenn Schlittschuhe über das Eis gleiten, entsteht Reibung – durch Reibung wiederum entsteht Wärme. Die Reibungs-Wärme bringt das Eis also auch zum Schmelzen.
Obwohl das alles ziemlich kompliziert ist, ändert sich für SchlittschuhläuferInnen nichts: Denn auch ohne wissenschaftliche Erklärung rutscht es sich auf Eis einfach wunderbar!
Autorin: Yvonne Unger
Letzte Änderung am 11. Februar 2010