Element: Erde

Leben in der Erde – ein Regenwurm erzählt :-)

 
Regenwurm (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Der Regenwurm ist ein nützliches TierDer Regenwurm ist ein nützliches Tier
"Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Wurm. Regen Wurm. Ich lebe bis zu zwei Meter unter der Erde. In meiner Wohnröhre. Ausgekleidet habe ich sie mit einer ganz besonderen Tapete – aus Schleim und Kot. Sie sorgt dafür, dass meine Wohnröhre nicht einstürzt.
Schön erdig weich ist es hier. Ein Paradies unter der Erde – wären da nicht meine Nachbarn...
Nehmen wir zum Beispiel die Grille. Die macht vielleicht einen Lärm! Sie singt und singt und findet kein Ende mehr ...
Da sind mir die Larven-Nachbarn lieber. Larven sind wenigstens ruhig.
Larve eines Kleinen Goliathkäfers  (Bild: SWR)
Käferlarve
Außerdem schlüpfen aus ihnen manchmal Raupen, aus denen wiederum Schmetterlinge werden. Und die sind einfach schön! Wenn aus den Larven allerdings Käfer schlüpfen, ist das weniger schön.
Dann kann es ziemlich trubelig werden hier in der Erde. Denn es gibt mehrere Hunderttausend Arten von Käfern. Und bei manchen Käferarten muss ich aufpassen – denn die haben mich leider zum Fressen gern.
Schnecke auf einem regennassen Blatt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Schnecken leben im und auf dem BodenSchnecken leben im und auf dem Boden
Die Assel ist dagegen eine angenehmere Nachbarin. Von ihr gibt es nur ungefähr fünfzig Arten. Und auch Schnecken sind mir lieb – sie sind schön leise. Und sie helfen mir, den Boden aufzulockern.
Darüber freuen sich wiederum die Pflanzenwurzeln – neben verwesenden Blättern die wichtigste Nahrungsquelle für Schnecken und für mich.
Zur Lockerung und Fruchtbarkeit des Bodens tragen auch Pilze, Milben und Bakterien bei. Sind zum Teil so klein, dass sie gar nicht zu sehen sind.
Als Nachbarn stören sie mich also nicht besonders. Genauso Spinnen oder Springschwänze – das sind sehr kleine flugunfähige Insekten. Alles in allem sind das ruhige Zeitgenossen.
Amsel mit Regenwurm im Schnabel (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Der frühe Vogel fängt den WurmDer frühe Vogel fängt den Wurm
Ganz anders dagegen meine mörderischen Nachbarn:
Vor Vögeln, Maulwürfen, Fröschen und Eidechsen muss ich mich in Acht nehmen. Denn bei ihnen gehöre ich auf den Speiseplan.
Ähnlich grausam sind Dachse und Kaninchen zu mir. Sie leben zum Glück nur zeitweise unter der Erde – immer dann, wenn sie ihre Nester bauen.
Gut, dass auch Schlangen zu meiner Nachbarschaft gehören. Denn Schlagen fressen die meisten meiner Feinde – zum Beispiel Mäuse.
Oh, jetzt fängt es auch noch zu regnen an – da verziehe ich mich mal lieber an die Erdoberfläche, sonst bekomme ich nicht genug Luft."
 
Autorin: Eva Gnädig
 
Letzte Änderung am 25. März 2009