Element: Erde
Das älteste Baumaterial der Welt
Lehmhaus in Äthiopien
Erde ist nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen – sie dient auch uns Menschen als Zuhause.
Denn Erde enthält häufig Lehm. Und Lehm wird seit Jahrtausenden als Baumaterial verwendet: Seit etwa 10.000 Jahren sind Lehmbautechniken bekannt.
Damit zählt Lehm – neben Holz – zum ältesten Baustoff der Welt.
Lehmhäuser im Jemen
Lehm besteht aus Ton, Sand und Feinsand. Mit Wasser vermengt, lässt sich diese Mischung formen und zum Bauen verwenden.
Trocknet Lehm aus, wird er fest und stabil. Mauern werden auch mit Lehmziegeln gebaut. Diese Ziegel werden vorher in Öfen gebrannt. Bei richtiger Verarbeitung können Lehmbauten Jahrhunderte halten. Etwa ein Drittel der Menschen wohnt noch heute in Lehmhäusern – zum Beispiel in Afrika.
Fachwerkhaus
Aber auch bei uns in Deutschland bestehen viele Gebäude aus dem Naturmaterial: Fachwerkhäuser aus den vergangenen Jahrhunderten etwa. Ihre Wände sind oft mit einer Mischung aus Stroh und Lehm ausgekleidet.
Lehm ist ein ausgesprochen umweltfreundlicher Baustoff: Er ist komplett wiederverwertbar, spart Energie, da er fast überall in Deutschland vorkommt und dadurch nur geringe Transportkosten verursacht.
Bauen mit Lehm
Außerdem gibt Lehm – im Gegensatz zu anderen Baustoffen – keinerlei schädliche Stoffe an die Luft ab.
Im Gegenteil: Lehm verbessert die Luft im Raum deutlich.
Kein Wunder also, dass Lehm ein regelrechtes "Comeback" feiert und wieder vielfach mit diesem Jahrtausende alten Material gebaut wird!
Letzte Änderung am 25. März 2009