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Element: Erde

Die Schätze des Bodens

 
Uns liegen unermessliche Schätze zu Füßen: Nicht nur, dass der Erdboden die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf unserem Planeten ist. Er birgt auch wahre Kostbarkeiten für Mensch und Natur:

Edelstein zwischen Fingern (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Sehr wertvoll: ein RohdiamantSehr wertvoll: ein Rohdiamant
Edelsteine sind Minerale, die besonders selten vorkommen, transparent und äußerst hart sind, wie Smaragde, Diamanten oder Rubine.
Der Diamant ist das härteste Mineral, das wir kennen. Diamanten entstehen in einer Tiefe von etwa 150 Kilometern. Erst durch Vulkanausbrüche werden sie aus den tieferen Erdschichten weiter nach oben befördert und in Minen abgebaut
Brillanten sind Diamanten, die einen ganz besonderen Schliff bekommen haben.
Kinder schauen Mineral an (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: SmaragdkristallSmaragdkristall
Kristall ist nicht etwa die Bezeichnung für einen besonderen Stein, sondern für eine ganz bestimmte, regelmäßige Struktur eines Materials, zum Beispiel bei Mineralen.
Bernstein ist – obwohl er so heißt – kein Stein, sondern Baumharz, das mehrere Millionen Jahre alt ist.
Deshalb gehört Bernstein streng genommen auch nicht zu den Edelsteinen. Bernstein wird trotzdem oft als „Schmuckstein“ bezeichnet.
Zwei Hände voll mit goldbraunem Bernstein (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: BernsteinBernstein
Wer an der Ostsee spazieren geht, kann Bernstein finden, der vom Meer an Land gespült wurde.
Alle Gesteine, Edelsteine und Metalle sind aus Mineralen aufgebaut. Sie sind sozusagen deren „Grundbausteine". Minerale sind natürlich vorkommende feste Körper, die eine bestimmte Form haben: fast alle Minerale bilden in ihrer Form Kristalle.
Zu den sogenannten Edelmetallen gehören zum Beispiel Gold und Silber.
Goldbarren (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: wertvolle Goldbarrenwertvolle Goldbarren
Metalle gelten dann als „edel“, wenn sie besonders widerstandsfähig sind. Edelmetalle wie Gold und Silber werden unter anderem in Minen unter der Erde abgebaut.
Zu den unedlen, nicht so widerstandsfähigen Metallen zählt beispielsweise Eisen. Metalle sind in der Natur in Gestein eingebunden, von dem sie erst getrennt werden müssen.
Sand, soweit das Auge reicht (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Sand der Atacama-WüsteSand der Atacama-Wüste
Sand ist verwittertes, zerbröseltes Gestein. Sand ist für die Bau- und Glasindustrie sehr wichtig. Aus Sand wird durch Schmelzen beispielsweise Glas hergestellt.
Ton ist Vulkangestein, das verwittert ist. Ton kommt unter der Erde vor und dient uns Menschen als Baumaterial – zum Beispiel in Form von Tonziegeln. Aus Ton kann man außerdem Geschirr machen oder auch richtige Kunstwerke, sogenannte Plastiken.
Lehm gibt es fast überall auf der Erde. Er besteht aus Ton sowie Sand und Feinsand. Lehm wird im Häuserbau verwendet, beispielsweise als Material für Wände.
Ein Bagger im Salzbergwerk (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Salzbergwerk HeilbronnSalzbergwerk Heilbronn
Salz war in früheren Zeiten so kostbar wie Gold, weil es sehr selten war. Tatsächlich können wir ohne Salz nicht leben: unser Körper braucht es, um funktionieren zu können.
Wo heute Salz zu finden ist, waren früher Meere. Im Laufe der Jahrtausende verdunstete das Wasser, zurück blieb das Salz. Über die Jahrmillionen bildeten sich neue Erdschichten auf der Salzfläche. Nach diesem Salz wird heute in sogenannten Salzbergwerken gegraben.
Dunkelgrauer Schiefer (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: SchieferSchiefer
Schiefer ist ein Gestein, das in vielen Schichten aufgebaut ist. In Deutschland wird Schiefer für Dachziegel verwendet. Er kommt unter anderem in der Eifel oder im Hunsrück vor.
Feldspat ist das häufigste Mineral in der Erdkruste, der äußersten Erdschicht. Feldspat kommt unter anderem in Magma-Gestein vor. Er wird teilweise als Schmuckstein verwendet.
Quarz wird auch Bergkristall genannt. Quarz ist das zweithäufigste Mineral der Erdkruste - nach Feldspat. Quarz wird weltweit als Rohstoff für die Keramik-, Glas- und Zementherstellung verwendet. Quarz ist in verschiedenem Gestein enthalten - zum Beispiel in Schiefer.
Erdölfeld (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: ErdölfeldErdölfeld
Anders als die leblosen Gesteine sind fossile Brennstoffe „organisch“. Das heißt, sie sind Überreste von Pflanzen und Tieren, die über Jahrmillionen verwittert sind.
Fossile Brennstoffe sind unter anderem: Kohle, Erdgas und Erdöl. Ein Großteil unserer Energieversorgung, zum Beispiel für die Heizung, stammt aus fossilen Brennstoffen.
Eine Hand voll Torf (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: TorfTorf
Moor und Torf: Abgestorbenen Pflanzenreste können im Moor nicht vollständig verwittern, denn dazu ist Sauerstoff notwendig. Aber Sauerstoff ist im Moor nur sehr wenig vorhanden. Aus diesen Pflanzenüberresten entsteht Torf.
Früher diente Torf als Brennstoff. Heute wird er im Gartenbau verwendet. Aber nicht nur das Moor-„Produkt“ Torf ist nützlich. Auch Moorschlamm kommt zum Einsatz: etwa als heilendes Moorbad.
 
Autorin: Eva Gnädig
 
Letzte Änderung am 31. März 2009