Element: Erde

Woraus besteht eigentlich der Erdboden?

 
Nackter Fuß auf dem Erdboden (Bild: SWR)
Großansicht: Der Erdboden unter unsDer Erdboden unter uns
Wir treten sie täglich mit Füßen – dabei ist sie so kostbar, dass wir sie auf Händen tragen müssten: die Erde.
Ohne diese „Haut“ unseres Planeten gäbe es uns Menschen nicht. Der Erdboden ist Lebensgrundlage für alle Lebewesen – auch für Fische.
Dabei ist diese äußerste Schicht der Erdkruste an vielen Stellen nur wenige Zentimeter dick.
Gemüse-Abfälle (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: fruchtbare Erdefruchtbare Erde
Aber was ist Erde eigentlich genau? Erde besteht aus toten und lebendigen Teilen. Der unbelebte Teil, die Erdkruste, setzt sich aus abgeriebenem Gestein – also Sand – Ton, Mineralien sowie Luft und Wasser zusammen.
Dass die Erde fruchtbar ist, verdanken wir den Lebewesen darin: Pflanzen, Tiere, aber auch Pilze und Bakterien sorgen dafür, dass der Boden nahrhaft wird – durch viele, komplizierte chemische Prozesse.
Ein kahler, roter Berg (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Der "Ayers Rock" in AustralienDer "Ayers Rock" in Australien
Erde ist aber nicht gleich Erde. Das lässt sich schon mit bloßem Auge erkennen: Von tief schwarz über orange bis hin zu purpurrot kann sie gefärbt sein.
Der Sand des australischen Bergs "Ayers Rock" ist blutrot. Gelbe und rote Erden enthalten besonders viel Eisenoxid, ein chemischer Stoff, der zur Färbung beiträgt.
Auf den kanarischen Inseln ist der Sand an den Stränden ganz schwarz, weil er aus zerriebener erkalteter Lava entstanden ist – und Lava ist schwarz.
Trockene Erde auf einem Acker (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Erde auf einem AckerErde auf einem Acker
Aber auch bei uns in Deutschland gibt es viele verschiedene Erdarten:
So enthält die Erde in Norddeutschland zum Beispiel stellenweise besonders viel Sand.
In Süddeutschland gibt es stark lehmhaltige Böden. Lehm besteht aus Sand, Ton und verschiedenen Gesteinsarten.
Und dann gibt es noch die essbaren Erden.
grauer Pulverhügel (Bild: SWR)
Großansicht: HeilerdeHeilerde
Dabei handelt es sich um ganz besondere Erdarten wie etwa die Heilerde oder die so genannte Grüne Tonerde. Sie wird aus anderen, besonders mineralreichen Erden "herausgefiltert". Essbare Erden dienen allerdings nicht als Nahrungsmittel, sondern als heilendes Medikament.
Erde nährt, Erde heilt – Nicht umsonst sprechen viele Kulturen auf der Welt also von „Mutter Erde“. Aus ihr geht alles Leben hervor. Da läuft es sich doch gleich ganz anders über den Erdboden, oder?
 
Autorin: Eva Gnädig
 
Letzte Änderung am 02. Dezember 2011