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Die Geister der Erde

 
Dickbäuchige Trollfiguren (Bild: dpa Picture-Alliance)
Trollehepaar
Sie haben es sich unter Baumwurzeln, in Felsspalten und in Höhlen gemütlich gemacht - Trolle, Gnome und Elfen: Die Erdgeister. In Mitteleuropa kreuzen diese Wesen allerdings meist nur noch in Phantasiewelten auf, wirklich gesehen werden sie nur selten ;-)
Die Kinos und Fernsehen aus früherer Zeit
Die Geschichten über die Geisterwesen stammen aus einer Zeit ohne Kino und Fernsehen, als die Menschen sich Geschichten, Mythen und Märchen erzählten. Bis heute lassen SchritfstellerInnen diese Wesen in Büchern auftauchen: Die Rumpelwichte aus "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren oder die Hauselfen Dobby und Kreacher in "Harry Potter".
Eine Gruppe Gartenzwerge (Bild: dpa Picture-Alliance)Sie sind wie die Heinzelmännchen, die den Menschen die Hausarbeit abnehmen. Ins Kinderzimmer scheinen die Heinzelmännchen allerdings nur selten zu kommen. Deshalb sieht es dort wahrscheinlich oft so chaotisch aus.
Ganz und gar nicht chaotisch ist es in den Vorgärten, in denen Gartenzwerge über die ordentlichen Beete wachen.
Erfunden wurden die kleinen Gartenbewohner im 18. Jahrhundert für die gepflegten Gärten der Könige und Fürsten. Auch Zwerge zählen zu den Erdgeistern.
Die Beauftragten der Elfen
In Island, im hohen Norden Europas, haben die Menschen ihr Leben richtig auf die Erdgeister abgestimmt. Sie haben sogar so genannte Elfenbeauftragte. Das sind Leute, die die Erdgeister in die Pläne der Menschen einbeziehen.
Wenn zum Beispiel eine neue Straße gebaut werden soll, setzen sich die Elfenbeauftragten mit den Geistern in Verbindung und fragen, was die davon halten.
Auch in anderen Ländern spielen die Geisterwesen bei den Ureinwohnern eine große Rolle. In der christlichen Religion gibt es jedoch keine vergleichbaren Wesen.
Zwei junge Frauen als Elfen verkleidet (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: In der ElfenkücheIn der Elfenküche
Erdgeister können winzigklein sein oder große Riesen. Sie sehen aus wie Menschen, haben aber oft knollige Nasen und dicke Bäuche. Nur die Elfen werden als besonders schöne Erdgeister beschrieben. Sie sollen feine Gesichter haben und eine elegante Figur. In vielen Sagen und Mythen heißt es, dass diese Geister denjenigen Menschen helfen, die gut zu der Natur sind.
Wer Tiere oder Pflanzen schlecht behandelt, wird hingegen von den Geistern gepiesackt. Besser, wir benehmen uns immer anständig bei unseren Waldspaziergängen – sonst kriegen wir von den Erdgeistern eins auf die Mütze.
 
Autorin: Mareike Gries
 
Letzte Änderung am 03. Dezember 2015
 
 
Ein Baum und seine Wurzeln (Bild: SWR)

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Steinengel auf einem Grab (Bild: dpa Picture-Alliance)

Erde zu Erde

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