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Element: Erde

Reise ins Innere der Erde

 
Schwarzweiß-Photo von Jules Verne (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Jules VerneJules Verne
Vor mehr als 200 Jahren hat sich ein berühmter Schriftsteller den Kopf darüber zerbrochen, wie es im Erdinneren aussehen könnte: Jules Verne.
Der Franzose schrieb einen dicken Roman:
"Die Reise zum Mittelpunkt der Erde".
Darin stellte er sich vor, wie es ist, wenn der Mensch einfach so ins Erdinnere reist.
Aber: Geht das überhaupt?
Turm aus Metallstreben (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Geo-BohrturmGeo-Bohrturm
Um zu erfahren, wie es im Kern der Erde aussieht, hilft weder graben noch bohren. In der Oberpfalz haben Forscher 9.000 Meter tief gebohrt – das Loch "kratzt" gerade mal an der Erdoberfläche.
Selbst das tiefste Bohrloch der Welt – es ist 12.000 Meter tief und befindet sich auf der russischen Halbinsel Kola – reicht bei weitem nicht aus, um den Erdmittelpunkt zu erreichen.
Das Loch müsste dafür über fünfhundertmal tiefer sein. Schon rein technisch also eine aussichtslose Sache.
Stattdessen behelfen sich ForscherInnen mit komplizierten Berechnungen.
Satellit im All (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Japanischer Satellit im AllJapanischer Satellit im All
Dafür nutzen sie um die Erde kreisende Satelliten, denn Satelliten können aus der Luft unseren Planeten vermessen.
So haben die ForscherInnen herausgefunden, dass unsere Erde wie eine Zwiebel aufgebaut ist – in mehreren Schichten.
WissenschaftlerInnen gehen grundsätzlich von drei Erdschichten aus: Erdkruste, Erdmantel und Erdkern:
Grafik: Schematische Darstellung einer Erdkugel mit ihren inneren Erdschichten (Bild: SWR)
Großansicht: Grafik: Die ErdschichtenGrafik: Die Erdschichten
Die Erdkruste ist die „Haut“ der Erde. Sie ist fest und spröde.
Unter der Erdkruste liegt der Erdmantel. Er reicht bis in eine Tiefe von 2.900 Kilometer. Der Erdmantel besteht aus dem oberen und dem unteren Erdmantel. Er soll zum Teil flüssig, teilweise aber auch fest sein.
Unter dem Erdmantel befindet sich der Erdkern. Er lässt sich noch einmal in den äußeren und inneren Erdkern unterteilen.
Der äußere Erdkern besteht aus einer zähen Flüssigkeit während der innere Erdkern vermutlich fest ist. ForscherInnen nehmen an, dass der innere Kern hauptsächlich aus Eisen und Nickel besteht.
Vulkanausbruch (Bild: dpa)
Großansicht: Vulkanausbruch in EcuadorVulkanausbruch in Ecuador
Je tiefer die Erdschicht liegt, umso heißer wird es:
Die Temperatur im inneren Erdkern wird auf bis zu 7.000 Grad Celsius geschätzt.
Bei einem Vulkanausbruch spuckt der Berg die brodelnde Magma aus dem Erdinnern nach draußen.
Selbst die modernsten Geräte müssten bei diesen Temperaturen schmelzen.
Zum Mittelpunkt der Erde reisen können wir also nur wie Jules Verne: mit unserer Fantasie...
 
Autorin: Eva Gnädig
 
Letzte Änderung am 31. März 2009
 
 
 
 
 
 
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