Element: Erde

Kompost - Ein heißer Haufen

 
Ein voller Komposthaufen (Bild: SWR)
Großansicht: Bioabfall auf dem KompostBioabfall auf dem Kompost
Was hat der Komposthaufen im Garten mit Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam? Ganz einfach: Mozart war ein Komponist. Kompost und Komponist klingen nicht nur ähnlich, sondern meinen auch etwas Ähnliches:
"Componere" ist lateinisch und bedeutet Zusammensetzen. Mozart hat Töne zusammengesetzt. Im Komposthaufen werden verschiedene biologische Stoffe zusammengesetzt:
Gemüse-Abfälle (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Bioabfall für den KompostBioabfall für den Kompost
Kaffeesatz, feuchtes Laub, Apfelgehäuse – viele Dinge, die im Garten und in der Küche zurückbleiben, können auf einem Komposthaufen gesammelt werden.
Aus den alten Rückständen wird dann etwas neues: Komposterde. Die ist voller guter Inhaltsstoffe und wirkt wie Dünger. Pflanzen, die in Komposterde wachsen, werden besonders kräftig.
Beim Kompostieren sorgen Insekten, Würmer und Bakterien dafür, dass die Bioabfälle zersetzt werden. Dabei kann es ganz schön heiß im Inneren des Haufens werden. Wenn es also mal dampft über dem Kompost, ist das ein Zeichen dafür, dass die Käfer und Bakterien bei der Arbeit sind.
Ein kleiner Junge sammelt Laub. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Laub einsammeln!Laub einsammeln!
Einen Komposthaufen anzulegen, ist gar nicht so einfach. Es darf weder die Sonne kräftig draufscheinen, noch darf der Kompost zu viel Regen abbekommen. Am besten ist ein schattiges Plätzchen unter Bäumen. Dort sollte eine Stelle - ungefähr so groß ist wie eine Badewanne - mit unbehandeltem Holz oder Steinen eingegrenzt werden.
Ganz wichtig ist, dass der Biomüll nicht einfach kreuz und quer auf den Komposthaufen geworfen wird. Vor allem bei Resten von Obst ist Vorsicht angesagt. Denn oft werden die Früchte mit Chemikalien gespritzt und die sind ungesund. Der Kompost muss außerdem immer mal wieder umgeschichtet werden, damit die fleißigen Insekten genug Sauerstoff bekommen.
Regenwürmer kommen aus der Erde. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Würmer kommen aus der Erde.Würmer kommen aus der Erde.
Regenwürmer sind besonders wichtig für einen Komposthaufen. Sie fressen die alten Blätter und den Biomüll und was hinten aus dem Regenwurm rauskommt ist: fruchtbare Erde.
Regenwürmer mögen Kaffeesatz besonders gern – deshalb immer rauf damit. Auch Eierschalen dürfen auf einem Komposthaufen nicht fehlen. In den Schalen befindet sich nämlich Kalk. Und der ist nützlich für gesunde Gartenerde.
Das wichtigste für einen funktionierenden Komposthaufen ist allerdings Geduld: Bis alle Stoffe verrottet und zu nährstoffreicher Erde geworden sind, kann es locker neun Monate dauern. Aber Mozart hat seine Zauberflöte schließlich auch nicht an einem Tag komponiert.
 
Autorin: Mareike Gries
 
Letzte Änderung am 25. März 2009
 
 
 
 
 
 
 
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