Element: Wasser
Stinkende Rohre
Fuer die vollständige Darstellung brauchst du Javascript und den Flash-Player.
Was passiert danach?
Kurz auf die Klospülung gedrückt - und alles ist weg...
Wasser strömt in die Toilettenschüssel und wird in die Tiefe gespült. Damit das funktioniert, gibt es ein ausgeklügeltes Rohrleitungssystem:
Bevor ein Haus gebaut wird, kommen zuerst einmal Rohre in die Erde: Die einen pumpen frisches Wasser ins Haus, die anderen leiten das verbrauchte Wasser wieder weg.
Deshalb hat jede Toilette, jede Dusche und jedes Waschbecken ein Zufluss- und ein Abflussrohr. Das schmutzige Wasser fließt durch die Abflussrohre aus dem Haus in immer größere Kanalleitungen und weiter in die Kläranlagen.
Durch den Kanaldeckel in die Abwasserkanäle
Wo so viel Dreck durchfließt, muss immer mal wieder sauber gemacht werden. Dazu steigen Kanalarbeiter hinunter in die Kanalisation.
Jeder kann sich vorstellen, wie es da riecht!
Früher gab es dieses komplizierte Leitungsnetz unter
der Erde noch nicht.
Die Leute haben ihre Häuser einfach an Bäche oder Flüsse gebaut. Und ihre Abfälle und Abwässer dort hineingeleitet.
Flüsse unter der Erde: die Abwasserkanäle einer Stadt
Als die Städte immer größer wurden, ging das nicht mehr:
Der Gestank war unerträglich und Krankheiten konnten sich leicht ausbreiten.
Das erste moderne Kanalisationssystem in Europa wurde vor ungefähr 150 Jahren, im Jahr 1856, in Hamburg gebaut. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis alle Großstädte große Abwasserkanäle unter die Erde legten.
Römische Toiletten: Plumpsklo mit Spülung
Die Römer waren mit dem Kanalbau früher dran. Schon vor mehr als 2000 Jahren hatten sie ein Kanalisationssystem entworfen, mit dem die Abwässer weggeschwemmt wurden.
Die Überreste einer unterirdischen, römischen Abwasserkanalisation sind in der Kölner Innenstadt noch heute begehbar.
In Rom sind die vielleicht ältesten, erhaltenen Toiletten der Welt zu sehen.
Autorin: Carmen Wagner
Letzte Änderung am 27. August 2007