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Element: Wasser

Wie kommt das Salz ins Meer?

 

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Ein schmaler Bach sprudelt über große Steine. (Bild: dpa Bildfunk)
Großansicht: Bäche waschen Salz aus Gestein.Bäche waschen Salz aus Gestein.
Wer schon mal am Meer war, weiß: Das Wasser schmeckt salzig. Warum?
Es beginnt mit dem Regenwasser. Wenn es durch die Erde sickert und durch Bäche und Flüsse fließt, werden Mineralien aus Sand und Steinen herausgeschwemmt. Darunter ist auch immer ein ganz kleines bisschen Salz. Die Menge an Salz ist aber so gering, dass sie zwar geradeso messbar, aber nicht herauszuschmecken ist.
Auf dem Weg ins Meer spülen die Flüsse dann noch mehr Salz und andere Mineralien aus dem Boden heraus. Und weil alle Flüsse der Erde irgendwann ins Meer münden, landen insgesamt doch einige Hundert Millionen Tonnen Salz im Meer.
Die Flüsse liefern aber nur einen Teil des Salzes, das im Meer ist. Der andere kommt von Gesteinen und Vulkanen auf dem Meeresgrund. Wenn unter dem Meer flüssige Lava austritt, lösen sich Salze. WissenschaftlerInnen nehmen an, dass Vulkane und Gesteine schon seit Milliarden Jahren Salz ins Meer abgeben.
Blick auf einen mit Palmen bewachsenen Sandstrand. Türkisfarbenes, seichtes Wasser. (Bild: dpa Bildfunk)
Großansicht: Wasser verdunstet, das Salz bleibt im Meer.Wasser verdunstet, das Salz bleibt im Meer.
Und: Das Meer wird immer salziger. Wenn die Sonne auf's Meer scheint, verdunstet zwar Wasser, das Salz bleibt aber im Meer zurück. Meere sind also riesige Salzspeicher.

Das „Tote Meer“ ist besonders salzig. Eigentlich ist es gar kein Meer, sondern ein riesiger See zwischen Israel und Jordanien. Am Toten Meer ist es so heiß, dass sehr viel Wasser verdunstet und darum auch viel Salz zurückbleibt. Und weil es fast nie regnet, kommt kaum „frisches“ Wasser dazu.
Der Salzgehalt im Toten Meer ist mindestens sechsmal so hoch wie in jedem anderen Ozean. Tiere können in diesem Salzwasser nicht überleben. Darum heißt es auch das „Tote Meer“. Für Menschen ist es dafür umso besser: Bei Hautproblemen oder Allergien kann das Salz vom Toten Meer sehr heilsam sein.
Mann liegt auf dem Rücken im Toten Meer und liest Zeitung. (Bild: dpa)
Großansicht: Zeitung lesen im Toten MeerZeitung lesen im Toten Meer
Badegäste können sich im Toten Meer ganz gemütlich auf dem Rücken auf's Wasser legen und dabei Zeitung lesen - wie auf einer Luftmatratze. Das hat etwas mit dem Auftrieb zu tun:
Durch das viele Salz erhöht sich die Dichte des Wassers. Das Wasser wird also schwerer und alles, was darin schwimmt, ist im Verhältnis dazu leichter. Darum können SchwimmerInnen im Toten Meer kaum untergehen: Sie treiben immerzu nach oben.
 
Autorin: Sina Rosenkranz 
Letzte Änderung am 27. August 2007