Element: Wasser

Schmutziges Wasser wird geklärt

 
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Klärwerk-Becken mit tief braunem Wasser (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Täglich entsteht viel AbwasserTäglich entsteht viel Abwasser
Wir gehen jeden Tag einige Male aufs Klo, waschen unsere Hände, duschen und spritzen unser Fahrrad ab. Überall wird sauberes Wasser schmutzig und läuft in die Kanalisation.
Auch in den Fabriken: Wenn zum Beispiel Textilien gefärbt werden, bleibt schmutziges Wasser übrig. Bis vor dreißig Jahren wurde das dreckige Wasser einfach in die Flüsse geleert.
Heute gibt es Gesetze zum Schutz des Wassers:
Bevor das Wasser wieder zurück in die Flüsse geleitet werden kann, muss es gereinigt werden.
Deswegen wird es über riesige Rohre in Kläranlagen gepumpt.
kleines Kind auf dem Arm eines Mannes; beide halten sich die Nase zu (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Abwasser stinkt!Abwasser stinkt!
Wenn das Abwasser dort ankommt, ist es braun und stinkt. Papier, Laub und manchmal auch Holz oder Plastikteile schwimmen darin herum. Im Klärwerk wird das Wasser zuerst durch einen Rechen gepumpt. Grober Dreck bleibt darin hängen.
Dann geht es weiter in das so genannte Absetzbecken. Schwerer Schmutz, wie Sand oder Steinchen, sinkt auf den Boden. Was leichter ist als Wasser, schwimmt oben. Ein Rechen fischt den Dreck oben und unten ab.
Verschiedene Becken einer Kläranlage mit braunem Wasser  (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Im Klärwerk läuft das Wasser durch verschieden BeckenIm Klärwerk läuft das Wasser durch verschieden Becken
Im nächsten Becken geht es den noch kleineren Schmutzstoffen an den Kragen.
Dafür werden dem Wasser bestimmte Bakterien zugesetzt. Die fressen die feinen Schmutzteilchen, verdauen sie und wandeln sie in ungiftige Schlammflocken um.
Damit die Bakterien aktiv werden können, brauchen sie Sauerstoff. Deshalb wird von unten Luft in das Becken geblasen. Auf der Wasseroberfläche bildet sich dann Schaum.
Gewusst?

Trinkwasser selbst filtern:
Beim Campen im Freien gibt es nicht immer frisches Trinkwasser. Erfahrene ZelterInnen haben deshalb einen Wasserfilter dabei. So wird Wasser aus einem Bach zu Trinkwasser. Oft reicht es auch aus, das Wasser fünf Minuten lang abzukochen. Dann sind alle Bakterien tot.
Im letzten Becken, dem Nachklärbecken, beruhigt sich das aufgewirbelte Wasser wieder.
Die Schlammflocken sinken ab und das klare Wasser wird ein letztes Mal gefiltert. Auch die letzten Schmutzflöckchen bleiben hier in den Filtern hängen.
Zum Schluss wird das Wasser noch im Labor getestet. Dann kann das klare Wasser zurück in den Fluss fließen.
 
Autorin: Carmen Wagner
 
Letzte Änderung am 27. August 2007