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Wasser als Medizin
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Heilbäder sind gut für Haut und Knochen
Es ist vermutlich das billigste und älteste Heilmittel: Wasser. Ob zum Trinken oder zum Baden: Es kann wahre Wunder wirken.
Kalte Bäder fördern die Durchblutung, salzhaltige Solebäder sind gut gegen Hautausschläge, und als feiner Sprühnebel inhaliert, wirkt Wasserdampf gegen Asthma.
Schon die Römer hatten die heilende Wirkung von Wasser erkannt und ließen riesige Thermen bauen.
Es gab aber auch Zeiten, zu denen Wasser als äußerst ungesund galt:
Der französische "Sonnenkönig“ Ludwig der XIV. befürchtete, dass beim Waschen Wasser über die Haut in den Körper eindringen könne. Deswegen ließ er das Waschen lieber sein und benutzte Unmengen von Parfum und Lavendelpulver.
Wassertreten à la Kneipp: Im Strorchengang durchs Wasser
Vor etwas mehr als 150 Jahren entwickelte der Pfarrer Sebastian Kneipp eine neue medizinische Behandlung mit Wasser: die Kneipp-Kur. Er empfahl eiskalte Wassergüsse oder das Auf- und Abgehen im kalten Wasser.
Die Hydrotherapie, also die Wassertherapie, ist heute eine anerkannte Behandlungsmethode. Ob als Eiswickel, warme Bäder oder heißen Dampf – Wasser tut gut.
Wasser kann auch anregend für den Darm oder die Nieren sein, vor allem so genanntes Heilwasser. Das schmeckt zwar meist ein bisschen eigenartig, ist dafür aber umso gesünder. Es wird direkt an der Quelle abgefüllt und enthält besonders viele Mineralstoffe.
Autorin: Carmen Wagner
Letzte Änderung am 30. August 2007