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Energie & Umwelt

Atomstrom: Das Ende der Kernkraftwerke?

 
Wegweiser "Kernkraftwerk" vor Kraftwerk (Bild: dpa)
Großansicht: Viel Strom aus AtomkraftViel Strom aus Atomkraft
Fast ein Drittel des deutschen Stroms wird aus Atomkraft hergestellt. In Deutschland selbst ist kein Uran in der Erde. Obwohl der Rohstoff von Ländern wie Australien oder Kanada gekauft werden muss, ist Atomstrom billig.
Denn aus wenig Uran kann viel Strom gewonnen werden. Außerdem entsteht in den Kernkraftwerken nicht so viel umweltschädliches Kohlendioxid wie bei anderen Energieträgern.
Castorbehälter, in dem Brennelemente gelagert werden sollen (Bild: dpa)
Großansicht: Vorbereitung zur EndlagerungVorbereitung zur Endlagerung
Trotz all dieser Vorteile haben die deutschen Politiker im Jahr 2000 beschlossen, dass die Kernkraftwerke geschlossen werden sollen. Nicht alle auf einmal, denn dann würde nicht genug Strom zur Verfügung stehen.
Aber in etwa 20 Jahren soll kein Atomstrom mehr hergestellt werden. Denn die Nachteile der Atomkraft sind groß. In Kernkraftwerken entstehen radioaktive Strahlen, die Krankheiten wie Krebs verursachen können.
Mann zwischen Wand aus gelben Castoren (Bild: dpa)
Großansicht: Wohin mit dem Atommüll?Wohin mit dem Atommüll?
Gelangen diese Strahlen in die Natur, werden Tiere krank - und auch Gemüse darf nicht mehr angebaut werden.
Außerdem gibt es große Mengen Atommüll, der auch in Tausenden von Jahren noch strahlt.
Niemand weiß, wo das radioaktive Material über einen so langen Zeitraum sicher gelagert werden kann, damit das Leben auf der Erde in Zukunft nicht gefährdet ist.
Bagger erkundet Bergwerk  (Bild: dpa)
Großansicht: Suche nach Lagerstätten unter der ErdeSuche nach Lagerstätten unter der Erde
Wissenschaftler suchen nach Endlagern tief unter der Erde, so dass die Strahlen auf gar keinen Fall bis an die Oberfläche gelangen können. Bisher haben sie allerdings noch keinen Ort gefunden, an dem der Atommüll sicher eingeschlossen wäre. Deshalb ist es besser, wenn erst gar kein Atommüll entsteht.
Die rot-grüne Regierung hat 2002 beschlossen alle Atomkraftwerke nach und nach abzuschalten. Im Oktober 2010 hat die Regierung von CDU/CSU/FDP dies rückgängig gemacht und beschlossen, dass die Kernkraftwerke länger laufen sollen.
Als im März 2011 nach einem Erdbeben in Japan die Sicherheit von Atomkraftwerken wieder debattiert wurde, hat Kanzlerin Merkel den Beschluss ihrer Regierung wieder umgeworfen und eine erneute Prüfung aller Atommeiler und die Abschaltung der älteren Kraftwerke veranlasst.
 
Autorin: Dorothea Szymanski 
Letzte Änderung am 16. März 2011
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
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