Atomkraftwerk
Gefährlicher Stromlieferant

Wie funktioniert eigentlich ein Atomkraftwerk?
Autorin: Martina Kögl
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Bilder: dpa picture-alliance

Großer Stromlieferant: das Kernkraftwerk
Die Kraft der Atome ist schwer vorstellbar. Denn Menschen können sie nicht sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen.
Atome sind so kleine Teilchen, dass sie mit dem Auge nicht zu erkennen sind. Etwa 30 Prozent des Stroms, der aus deutschen Steckdosen kommt, wird durch Atomkraft gewonnen. Und zwar dadurch, dass diese winzigen Teilchen noch weiter zerteilt werden.
Denn je mehr Einzelteile ein Atom ausmachen, umso wackeliger ist es – und umso einfacher zerfällt es auch wieder.
Durch die Spaltung der Atome entsteht Energie
Bei dem Zerfall entsteht
radioaktive Energie. Durch diese Energie wird in Kernkraftwerken Strom erzeugt. Damit möglichst viel Strom herauskommt, wird die Spaltung des Atoms in den Kraftwerken beschleunigt. Das größte natürliche Atom ist Uran. Es besteht aus besonders vielen Teilchen, die sich leicht voneinander lösen.
Die Stromerzeugung durch Uran ist sehr wirkungsvoll. Ein Kilogramm reines Uran würde bei seinem Zerfall nämlich rein theoretisch 2,5 Millionen Mal so viel Energie erzeugen, wie ein Kilo Steinkohle, die verbrannt wird. Das ist der Vorteil der Kernkraftkraftwerke.
Es ist also einfach, durch wenig Uran viel Strom herzustellen – doch Uran ist auch ganz schön gefährlich. Die Strahlen, die bei dem Zerfall des Atoms entstehen, sind nämlich für den Körper schädlich und können schlimme Erkrankungen hervorrufen.
Vorsicht beim Transport, denn auch Atommüll strahlt
Außerdem ist es kompliziert, den Müll, der in den Kernkraftwerken entsteht, zu entsorgen. Auch der Müll strahlt und muss von den Kraftwerken in
Endlager gebracht werden, wo er verschlossen aufgehoben wird. Selbst, wenn er dort Hunderte von Jahren lagert, strahlt er noch.
Der Atommüll wird in speziellen Behältern transportiert, den so genannten Castoren. Immer wieder protestieren Menschen gegen diese
Castor-Transporte.
Autorin: Dorothea Szymanski
Letzte Änderung am 18. Dezember 2009
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.