Energie & Umwelt
Steinkohle: Schwarze Diamanten
Heizen mit Kohlebriketts
Wenn es draußen kalt ist, wird die Heizung aufgedreht.
Noch vor einigen Jahren gehörte dazu der Weg in den Keller, um Kohle zu holen. Früher standen nämlich Kachelöfen in den Wohnungen, die mit Eierkohle oder Kohlebriketts beheizt wurden.
Heute heizen immer weniger Menschen mit Kohle, dafür wird eine große Menge des elektrischen Stroms aus Kohle gewonnen.
Arbeit unter Tage
Steinkohle bildet sich aus Braunkohle.
Sie ist aber wertvoller als Braunkohle, denn es kann mehr Energie aus der gleichen Menge Steinkohle gewonnen werden.
Steinkohle kommt in Deutschland vor allem im Ruhrgebiet vor. Allerdings liegt sie so tief unter der Erde, dass Bergarbeiter mit schweren Geräten über 1.000 Meter tief graben müssen, bis sie "unter Tage" ankommen.
Ein Förderturm bringt die Kohle nach oben
Die Bergarbeiter bauen die Steinkohle in
Stollen ab, Fördertürme bringen sie dann nach oben. In einem Kraftwerk wird die Steinkohle zur Stromgewinnung verbrannt. Dabei entsteht allerdings, genau wie bei der Braunkohle, das umweltschädliche Treibhausgas
Kohlendioxid.
Kohlestaub und -reste werden zu Eierkohle und Briketts gepresst, die dann auch in privaten Haushalten verbraucht werden.
Kohle ist der einzige Energieträger, von dem in Deutschland viel vorhanden ist und der deshalb nicht unbedingt aus anderen Ländern eingeführt werden müsste.
Kohlebriketts
In Deutschland liegt die Steinkohle aber sehr tief unter der Erde; woanders kann sie viel leichter gewonnen werden. Deshalb wird die meiste Steinkohle in anderen Ländern eingekauft - das ist viel billiger, als sie in Deutschland zu fördern.
Die Bergwerksindustrie, die in Deutschland Steinkohle abbaut, wird noch von der Regierung mit Geld unterstützt. Doch es gibt immer weniger Fördergeld. Viele
Zechen mussten in den letzten Jahren schließen und es werden noch mehr dazukommen: Die Bundesregierung plant nämlich, bis 2018 alle Zechen still zu legen.
Autorin: Dorothea Szymanski
Letzte Änderung am 28. April 2010
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.