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Iss was ?! - Dick und Dünn

Gen-Food

 
Tomaten und Mais mit einem gelben Schild mit der Aufschrift "Genfood"
Segen oder Fluch?
Tomaten, die nach vier Wochen noch immer wie frisch vom Strauch aussehen und Erdbeerpflanzen, denen Frost nichts ausmacht...
Auf den ersten Blick, scheint das eine großartige Sache zu sein. Der Haken daran: Hinter diesem "Natur-Wunder" steckt Gen-Technik - und die ist umstritten.
Durch Gen-Technik kann das Erbgut verändert werden. Eine Pflanze hat zahlreiche Gene und jedes Gen übernimmt eine bestimmte Funktion. Das ist auch bei Tieren und Menschen so.
vertrockneter Ackerboden (Bild: dpa Picture-Alliance)
Keine Hungersnöte mehr, durch Gen-Technik?
Nur lassen sich die Aufgaben der Gene bei Pflanzen leichter entschlüsseln als beim Menschen. Deshalb wissen ForscherInnen heute, welches Gen Tomaten matschig macht und welches einer Pflanze eingesetzt werden muss, damit Schädlinge einen großen Bogen um sie machen.
Viele Menschen setzen große Hoffnung in die Gen-Technik. Denn das Erbgut lässt sich so verändern, dass die Pflanzen wichtige Vitamine, sogar Impfstoffe enthalten können. Sie lassen sich an Trockenheit oder Hitze anpassen, so dass die Ernte gesichert ist. Könnte die Gen-Technik also eine Technologie gegen Armut, Hunger und Krankheiten sein?
Großes Plakat auf einem Acker: "Tatort Gen-Acker"
Umweltschützer warnen!
Aber selbst wenn es so wäre - welche Auswirkung hat die Gen-Technik auf Natur und Mensch?
Was passiert, wenn Pflanzen selbst Insektengift produzieren? Werden auch Nützlinge vergiftet und Schädlinge immun gegen das Gift? Und wie reagiert der menschliche Körper auf genetisch veränderte Lebensmittel?
Eindeutige Antworten gibt es nicht - dazu ist die Gen-Technik noch zu jung, viele Folgen werden sich erst nach Jahren zeigen.
gelbe Blüten mit einer Biene (Bild: dpa Picture-Alliance)
Genetisch verändert oder nicht? Bienen ist das egal.
Doch Umweltschützer warnen vor dem Eingriff in die Natur. Da weder Bienen noch Pollen zwischen Bio-und Genfeldern unterscheiden, werden Pollen munter von Feld zu Feld getragen. Zwar gibt es gesetzlich vorgeschriebene Abstände zwischen herkömmlicher Landwirtschaft und Feldern mit genetisch veränderten Pflanzen. Bienen dürfte das aber ziemlich egal sein.
Und so mischt sich das Erbgut der Pflanzen - ein Prozess, der nicht rückgängig gemacht werden kann.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 13. März 2010
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Gen: Jedes Lebewesen besitzt eine Vielzahl von Genen. Die Summe aller Gene wird auch Erbanlage genannt. Hier sind alle Merkmale eines Lebewesens gespeichert: Haar- und Augenfarbe, aber auch die Veranlagung zu bestimmten Krankheiten (genetische Veranlagung). Gene werden von Generation an Generation weiter vererbt.
Die Gen-Technik beschäftigt sich mit den Eigenschaften der einzelnen Gene. Durch das Entfernen oder Hinzufügen bestimmter Gene lässt sich ein neues Erbgut zusammenstellen. So können Tomaten entstehen, die länger haltbar sind oder Reis, der ein bestimmtes Vitamin enthält.
Vitamine: Um gesund zu bleiben, brauchen wir eine vitaminreiche Ernährung. Es gibt sehr viele verschiedene Vitamine. Sie sind in erster Linie in Obst und Gemüse enthalten. Damit der Körper alle Vitamine bekommen kann, ist es wichtig, sich abwechslungsreich zu ernähren.