Kindernetz

Gesunde Ernährung ist wichtig

Gleichgewicht

 
 
 

Was ist eigentlich gesund?

Autorin: Sandra Goller
In der Haueneberstein-Schule in Baden-Baden wird gekocht. Da kommt die Frage auf: Was ist eigentlich gesund? Und spielt gesunde Ernährung überhaupt eine Rolle für die SchülerInnen?
 
Obwohl jeder Mensch anders gebaut ist, gibt es eine Regel, die für alle gilt: Das Gewicht bleibt gleich, wenn dem Körper nur genauso viel Energie zugeführt wird, wie er auch verbraucht. Wer also zum Beispiel mehr isst, sollte sich auch mehr bewegen.
Zeichnung eines essenden Kindes (Bild: SWR)
Kleinkinder machen's richtig.
Kinder essen oft automatisch genau das, was ihr Körper gerade braucht. Ob das Spaghetti sind, Obst oder Fleisch. Und sie wissen genau, wann sie aufhören müssen zu essen - dann nämlich, wenn sie satt sind.
Wenn jemand aber isst, ohne überhaupt Hunger zu haben, dann weiß der Körper nicht, was er mit der Energie aus der Nahrung machen soll. Die Folge: Er legt sie einfach als Reserve in die Fett-Depots!
Zeichnung eines Kindes, das eine Waagschale über dem Kopf hält. (Bild: SWR)
Alles im Gleichgewicht!
Damit das nicht passiert und der Körper im Gleichgewicht bleibt, müssen die Signale des Körpers ernst genommen werden. Das ist gar nicht so schwer, denn der Körper teilt sich mit.
Wenn er zum Beispiel Energie braucht, haben wir plötzlich Hunger. Denn die notwendige Energie holt sich der Körper aus Essen und Trinken. Wie viel Energie ein Körper am Tag verbraucht oder verbrennt, hängt vor allem davon ab, wie viel sich ein Mensch bewegt.
Warum manche Menschen mehr und andere weniger verbrennen, ist auch genetisch veranlagt, so wie Größe oder Haarfarbe.

Um zu überprüfen, ob sich das Gewicht im Gleichgewicht befindet, gibt es den so genannten BMI-Rechner (Body-Mass-Index). Er beurteilt das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße und bezogen auf das Alter und das Geschlecht. Für Kinder gibt es einen speziellen BMI-Rechner.
Allerdings ist es schwierig, mit dem BMI das Gewicht genau einzuordnen - weder der Körperbau, noch die genetische Veranlagung spielen beim BMI eine Rolle. Außerdem ist es gerade bei Kindern sehr schwierig, die unterschiedlichen Wachstumsphasen zu berücksichtigen. Der BMI kann also nur Aufschluss darüber geben, ob extremes Über- oder Untergewicht vorliegt.
Obst in einer Schale (Bild: dpa Picture-Alliance)
Obst ist gesund
Ernährungsregel:
Drei einfache Regeln hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung aufgestellt, damit Kinder und Jugendliche ihren Körper im Gleichgewicht halten können:
Natürlich gilt dabei auch die Regel, sparsam mit fett- und zuckerreicher Nahrung umzugehen. Süßigkeiten und Chips gibt es also nur ausnahmsweise ;-)
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 06. Mai 2013
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Fett: Fett wird vom Körper für viele Funktionen gebraucht. Fett ist der wichtigste Energie- und Wärmespeicher. Unsere Organe werden durch eine Fettschicht vor Verletzungen geschützt. Aber es gibt gesunde und weniger gesunde Fette: Mit tierischem Fett sollte man sparsam umgehen - pflanzliches Fett ist gut für den Körper.
genetisch: Jedes Lebewesen besitzt eine Vielzahl von Genen. Die Summe aller Gene wird auch Erbanlage genannt. Hier sind alle Merkmale eines Lebewesens gespeichert: Haar- und Augenfarbe, aber auch die Veranlagung zu bestimmten Krankheiten (genetische Veranlagung). Gene werden von Generation an Generation weiter vererbt.
Die Gen-Technik beschäftigt sich mit den Eigenschaften der einzelnen Gene. Durch das Entfernen oder Hinzufügen bestimmter Gene lässt sich ein neues Erbgut zusammenstellen. So können Tomaten entstehen, die länger haltbar sind oder Reis, der ein bestimmtes Vitamin enthält.
Links zum Thema

http://www.kindernetz.de/morgenoli/videos/-/id=170772/nid=170772/did=188802/pv=video/mfo7e6/ index.html