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EU: Was ist das?
Winston Churchill
Von "einer Art Vereinigte Staaten von Europa" sprach der Premierminister von Großbritannien Winston Churchill erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg.
Nur fünf Jahre später, am 9. Mai 1950, stellte der französische Außenminister Robert Schuman einigen Journalisten einen ersten Plan vor. In dem stand, dass einige Länder Europas zusammenarbeiten sollten.
Und so kam es, dass einige Länder Europas beschlossen, auf ihrem Kontinent näher zusammen zu rücken und für ein friedliches und einiges Europa zu sorgen. Deswegen ist der 9. Mai offiziell "Europatag", an dem die Europäische Union ihren Geburtstag feiert.
EU-Flagge
Im Laufe der Jahre trafen sich die Staats- und Regierungschefs dieser Länder immer wieder, um Wege für eine engere wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Zusammenarbeit zu finden.
Am 25. März 1957 unterzeichneten die Regierungschefs von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom die so genannten "Römischen Verträge".
Damit verpflichteten sie sich auf eine friedliche Zusammenarbeit ihrer Länder. Diese Vertragsunterzeichnung war die "Geburtsstunde" der heutigen Europäischen Union.
Der Vertrag von Maastricht wird unterzeichnet.
Bis es mit dem gemeinsamen Europa wirklich soweit war, gab es noch viele Treffen von Politikern, viele Verträge wurden ausgehandelt.
Am 7. Februar 1992 unterschrieben die Außen- und Finanzminister der Mitgliedsländer den sogenannten Vertrag von Maastricht. Etwa eineinhalb Jahre später, am 1. November 1993 trat er in Kraft.
Mit dem Vertrag von Maastricht war die Europäische Union (EU) gegründet - zwölf Staaten waren damals dabei. Sie einigten sich damit auf eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Im Jahr 1995 kamen drei weitere Staaten hinzu. Am 1. Mai 2004 stieg mit der Osterweiterung der EU die Zahl der Mitglieds-Staaten auf 25 an und mit dem Beitritt von Rumänien und Bulgarien am 1. Januar 2007 auf 27 Mitglieds-Staaten.
Inzwischen gibt es viele gemeinsame Abkommen und alle Mitglied-Staaten müssen sich an bestimmte Verträge und Gesetze halten.
Europaparlament Straßburg
Damit die Zusammenarbeit funktioniert, gibt es viele einzelne Organisationen in der EU.
Zum Beispiel das Europäische Parlament in Straßburg, den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg und die Europäische Zentralbank in Frankfurt.
Sechzehn der EU-Staaten haben sich bereits auf eine gemeinsame Währung geeinigt: den Euro.
Letzte Änderung am 03. Mai 2013