Leben an den Polen
Erste Expeditionen
Ein Schiff im Packeis.
NordpolMit einem besonderen Trick versuchte der Norweger Fridtjof Nansen bereits 1893 zum Nordpol vorzudringen.
Er hatte die Vermutung, dass sich das Eis im Nordpolarmeer stetig Richtung Nordpol bewegt. Deshalb ließ er sein Schiff absichtlich im Packeis festfrieren und fast drei Jahre lang im Eismeer treiben.
Er kehrte wohlbehalten zurück und hatte den Nordpol tatsächlich nur ganz knapp verpasst.
Polarforscher Robert Peary
Der Amerikaner Robert Edwin Peary und seine Leute sollen als erste Menschen im Jahr 1909 den Nordpol erreicht haben.
Bei ihrer Expedition hatten sie auf das großen Wissen der einheimischen Inuit gesetzt:
Sie konnten die Wetterlage immer genau einschätzen und waren außerdem in der Lage, dünne Stellen im Eis rechtzeitig zu erkennen, so dass die Forscher nicht mit ihren Hundeschlitten einbrachen.
Roald Amundsen erreicht 1911 den Südpol.
SüdpolBei der Entdeckung des Südpols lieferten sich der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott einen dramatischen Wettlauf. Amundsen erreichte schließlich am 14. Dezember 1911 als Erster das Ziel.
Als Scott und seine Männer zwei Wochen später am Südpol ankamen, waren sie völlig erschöpft, die Vorräte aufgebraucht. Den Rückweg schafften sie nicht mehr, sie erfroren bei einem Schneesturm in ihren Zelten.
Im Jahre 1914 ist wieder ein Brite zur Antarktis unterwegs, diesmal auf dem Seeweg: Sir Ernest Shackleton. Nach wenigen Monaten steckte sein Schiff im Packeis fest. Es wurde von den Eisbrocken regelrecht zerquetscht und sank.
Die Besatzung konnte sich auf Eisschollen retten. Aus umgedrehten Rettungsbooten und gepresstem Schnee bauten sie eine Hütte, die sie vor der eisigen Kälte schützte. Sie jagten Robben, um nicht zu verhungern.
Erst nach eineinhalb Jahren gelang es Shackleton und einigen seiner Leute, in einem Rettungsboot eine 1000 Kilometer entfernte bewohnte Insel zu erreichen und Hilfe zu holen.
Autorin: Petra Enderlin
Letzte Änderung am 21. April 2009