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Fastenzeit

Am Aschermittwoch fängt alles an

 
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Ein Karnevalslied sagt: "Am Aschermittwoch ist alles vorbei." - das stimmt und ist doch nicht ganz richtig.
 
Aschekreuz wird mit dem Finger auf die Stirn gezeichnet (Bild: dpa)
Großansicht: Aschekreuz auf der StirnAschekreuz auf der Stirn
Am Aschermittwoch ist der Karneval vorbei und es beginnt eine ganz andere Zeit: die Fastenzeit.
Karneval kann vom lateinischen "carne vale" abgeleitet werden. Das bedeutet soviel wie "Fleisch, lebe wohl!" und deutet schon auf die folgende Fastenzeit hin.
Der "Aschermittwoch" heißt so, weil an diesem Tag die katholischen Priester die Gläubigen mit einem Kreuz aus Asche auf der Stirn zeichnen. Das soll die Menschen daran erinnern, dass zum Leben auch der Tod gehört und alles einmal vorbei geht.
Leute bereiten Teller mit Essen vor. (Bild: dpa)
Großansicht: Im Ramadan wird Essen für den Abend vorbereitet.Im Ramadan wird Essen für den Abend vorbereitet.
Weltweit wird gefastet
Fastenzeit hat nämlich viel mit Besinnung zu tun. In allen Religionen gibt es Fastenzeiten. Sie beginnen an unterschiedlichen Tagen und dauern unterschiedlich lange.
Im Islam dürfen die Gläubigen im Fastenmonat Ramadan einen Monat lang tagsüber nichts essen und trinken. Kinder müssen aber nicht mitmachen.
Gläubige Christen und Juden essen während des Fastens kein Fleisch, trinken keinen Alkohol oder verzichten auf schlechte Angewohnheiten - wie rauchen oder zu viel fernsehen. Für Christen dauert die Fastenzeit 40 Tage von Aschermittwoch bis Karsamstag, also den Samstag vor Ostern. Sonntags wird eine Ausnahme gemacht, weil Sonntage immer Feiertage sind.

Frau sitzt vor einem Fenster (Bild: dpa)
Großansicht: Meditation im KlosterMeditation im Kloster
Zeit der Stille
Auch Buddhisten und Hinduisten fasten gelegentlich, haben aber kein Fastengebot.
In allen Religionen ist die Fastenzeit eine Zeit der Stille. Alle Religionsgründer wie Christus, Moses, Buddha und Mohammed haben gefastet.
Viele Menschen nutzen die Fastenzeit, um über das Leben nachzudenken, für Gebete und Meditation. Manche gehen während dieser Zeit auch ins Kloster.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 10. Februar 2016
 
 
Narren vor dem Kölner Dom (Bild: dpa picture-alliance)

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