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Traditionell: Verschiedene Wurzeln

 
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Die deutsche Tradition von Karneval, Fasching oder auch Fastnacht hat verschiedene Wurzeln.
 
Ein als Federa-Hannes verkleideter Mensch springt an einem Stab in die Höhe (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Narrensprung in RottweilNarrensprung in Rottweil
Geistervertreibung
Schon die Germanen haben diese Jahreszeit mit Masken, Verkleidung und vor allem mit viel Lärm gefeiert. Damit sollten böse Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, vertrieben und die guten Geister, die den Frühling bringen, aufgeweckt werden.
Die Christen, die nicht an diese Geister glauben, feiern aus einem anderen Grund: Im katholischen Glauben gibt es die Fastenzeit, die 40 Tage vor Ostern beginnt. Vor der Fastenzeit wird noch einmal gefeiert und vor allem ausgiebig gegessen.
Vier Menschen mit Faschingsmasken verkleidet (Bild: dpa)
Großansicht: Traditionelle MaskenTraditionelle Masken
"Fleisch, lebe wohl!"
Der Ursprung des Wortes "Karneval" kann auf verschiedene Weisen erklärt werden. Zum einen kann es von dem lateinischen "carrus navalis" kommen, was Schiffskarren oder Räderschiff bedeutet:
Wenn nach dem Winter wieder Schiffe auf dem Rhein fahren konnten, gab es festliche Umzüge, zu denen Schiffskarren mitgenommen wurden.
Eine andere Ableitung kommt von dem lateinischen Ausdruck "carne vale". Das bedeutet soviel wie "Fleisch, lebe wohl!" und deutet somit auf die christliche Fastenzeit hin.
Man mit roter Pappnase und Hut vor einem Rednerpult (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: BüttenrednerBüttenredner
Ab in die Bütt
Die jüngste Tradition stammt aus den Anfangszeiten des 19. Jahrhunderts. Das Gebiet westlich des Rheins war damals französisch besetzt. Den Menschen wurden politische Aktionen verboten.
Um trotzdem kritisch über Politik reden zu können, trafen sich die Menschen in Clubs, in denen sie die Politik mit humorvollen Reden auf die Schippe nahmen.
Dieser Brauch hat sich bis heute in der Büttenrede gehalten. Die Bütt sieht aus wie ein Fass oder eine Tonne und wer auf oder in die Bütt steigt, darf reden und motzen über Alles und Jeden.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 11. Januar 2016
 
Narren vor dem Kölner Dom (Bild: dpa picture-alliance)

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