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Formel 1

Neue Regeln

 
Neue Regeln sollen die Formel 1 interessanter und noch schneller machen. Deshalb werden sie immer wieder angepasst.
Fahrzeugnase eines Formel-1-Autos (Bild: dpa Picture-Alliance)
Tiefe Fahrzeugnase
Fahrzeugnase
In der Saison 2012 ist die Fahrzeugnase vorne am Auto tiefer. Sie darf vom Boden gemessen nicht höher sein als 55 cm - aus Sicherheitsgründen.
Es soll vermieden werden, dass bei einem seitlichen Zusammenstoß der vordere Bereich, also die Fahrzeugnase, nicht über den Seitenrand des Cockpits kommt und somit den Fahrer verletzen könnte.
Renndauer
Ein Safety-Car (Bild: dpa Picture-Alliance)
Safety-Car fährt vor den Formel-1-Autos
Ein Formel-1-Rennen darf höchstens vier Stunden dauern, danach wird abgebrochen. Wer dann vorne ist, hat gewonnen. Letztes Jahr dauerte das Rennen in Montreal wegen starker Regenfälle über vier Stunden.
Safety-Car-Phase
Bei der Safety-Car-Phase müssen sich die überrundeten Fahrer hinten anstellen. Genau in der Reihenfolge, wie sie vor der Safety-Car-Phase platziert waren. Beim Neustart sind dann die führenden Fahrer auch vorne.

Zurückliegende Regeländerungen
Eine der wichtigsten Veränderungen 2011 ist die "107-Prozent-Regel". Sie besagt, dass ein Fahrer nicht am Rennen teilnehmen darf, wenn er in der ersten Qualifikationsrunde mehr als 7 Prozent langsamer fährt als der Schnellste. Mit dieser Regel soll verhindert werden, dass zu langsame Fahrer beim Rennen „im Weg“ sind.

Eine weitere, wichtige Veränderung war, dass die Fahrer während der Fahrt ihre Heckflügel ausklappen können. Sie fahren dann kurzfristig mit Topspeed - um bis zu 15 km/h schneller. Das ermöglicht mehr Überholmanöver.

Ein Formel-1-Fahrzeug mit ausklappbaren Heckflügeln (Bild: dpa Picture-Alliance)
Heckflügel geschlossen
Ein Formel-1-Fahrzeug mit ausgeklapptem Heckflügel (Bild: dpa Picture-Alliance)
Heckflügel offen

Die Heckflügel dürfen aber nur ab der dritten Runde ausgeklappt werden und nur für kurze Zeit. Bremst der Fahrer, wird das System wieder deaktiviert.

Zwei Formel-1-Autos fahren ein Testrennen. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Testrennen Saison 2010
Die wichtigste Veränderung für die Saison 2010 ist, dass die Autos während des Rennens nicht mehr aufgetankt werden dürfen. Dafür brauchen die Autos aber einen größeren Tank und sind zu Beginn des Rennens schwerer, weil sie mehr Benzin dabei haben müssen.
Außerdem hat sich das Fahrerfeld vergrößert: Statt zehn sind jetzt 13 Teams am Start, es sind pro Rennen also 26 Autos unterwegs - immer zwei Autos pro Team.
Wegen des größeren Fahrerfeldes musste auch das Punktesystem für die Platzierungen geändert werden: Der Sieger bekommt jetzt 25 statt 10 Punkte. Mehr dazu kannst du im Artikel "Wertungen" nachlesen.
Der Formel-1-Rennwagen, F60, des italienischen Herstellers Ferrari für die Saison 2009 (Bild: dpa Picture-Alliance)
Formel-1-Auto Saison 2009
Im Jahr 2009 gab es auch einige Veränderungen, die auch für die neue Saison noch gelten:
Die Formel-1-Autos sehen schlanker aus: Die Frontflügel sind tiefer und breiter, die Heckflügel an den Seiten sind schmaler und höher.
Dadurch werden die Luftturbulenzen hinter dem Auto verringert, das Auto ist aerodynamischer. Somit wird das Überholen einfacher.
Formel-1-Auto vom Team Red Bull (Bild: dpa Picture-Alliance)
Hält der Motor?
Mehr Überholmanöver soll es Dank der Reifen geben: Es darf mit "Slicks" gefahren werden. Das sind Reifen, die keine Rillen haben. Das Gummi der Reifen haftet also besonders gut am Boden, somit können die Fahrer noch schneller fahren.
Seit der Saison 2009 gilt auch, dass die Formel-1-Motoren statt bisher zwei, jetzt drei Rennen halten sollen. Denn die Renn-Teams sollen sparen.


Qualifying - Qualifizierung
Formel-1-Rennwagen (Bild: dpa)
Testrennen
Das Qualifying (Qualifizierung) findet am Rennwochenende statt, noch vor dem eigentlichen Rennen.

Es ist eine Art Testdurchgang, der über die Startaufstellung der jeweiligen Fahrer beim Rennen entscheidet.

Das heißt, die Fahrer qualifizieren sich für ihren Startplatz. Der Schnellste startet auf dem ersten Platz, der Pole Position.

Das Qualifying der Fahrer geht über drei Runden:
Formel-1-Rennwagen (Bild: dpa)
Das Qualifying vor dem Rennen.
Das erste Qualifying dauert 20 Minuten. Die acht langsamsten Fahrer werden die letzten acht Startplätze beim Rennen einnehmen (Plätze 19-26). Sie sind nicht mehr bei den weiteren Qualifying-Runden dabei.
Der Rundenschnellste aus dem ersten Qualifying startet in der zweiten Runde als Letzter. Diese Runde dauert 15 Minuten. Wiederum werden die acht langsamsten Fahrer aus dieser Runde "ausgesiebt" und werden im Rennen die Plätze 11-18 belegen. Beim dritten Qualifizierungslauf sind sie nicht mehr dabei.

Die dritte Runde, die zehn Minuten dauert, findet nur noch für die zehn schnellsten Fahrer statt. Jetzt geht es darum, wer beim Rennen später von den vorderen Plätzen und der Pole Position starten darf.
 
Autorinnen: Ursi Zeilinger / Cornelia Stenull 
Letzte Änderung am 16. März 2012
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Safety-Car: Das Safety-Car ist ein Auto, das nur auf die Strecke fährt, wenn Gefahr besteht. Die Rennwagen reihen sich hinter dem Safety-Car ein und dürfen in dieser Zeit nicht überholen. Fährt das Saftey-Car von der Strecke, leuchten die grünen Ampeln und die grüne Flagge wird geschwenkt: Freie Fahrt!
Qualifying: Das Qualifying (Qualifikation) findet am Samstag vor dem eigentlichen Rennen statt. Es entscheidet über die Startaufstellung der jeweiligen Fahrer beim Rennen. Insgesamt gibt es drei Qualifyings.
Pole Position: Die Pole Position ist der vorderste Startplatz zu Beginn eines Rennens. Diesen Platz muss sich ein Fahrer erst über das Qualifying "erarbeiten": Der Fahrer, der im dritten Qualifying die schnellste Rundenzeit erzielt hat, erhält die Pole Position.