Unser Geld
Erste Münzen
Tafel mit Keilschrift
Es ist nicht bekannt, wann zum ersten Mal Geld benutzt wurde. Erste Keilschriften können nachweisen, dass im alten Mesopotamien vor 4000 Jahren mit abgewogenem Silber bezahlt wurde.
In vielen anderen Teilen der Welt galt seitdem Gold und Silber oder eine Mischung aus den beiden Edelmetallen als anerkanntes Zahlungsmittel.
Zunächst hackten die Menschen einfach Stücke von größeren Silber- oder Goldbrocken ab und wogen sie. Oder sie legten die kleinen bohnenförmigen Goldstückchen, die sie in den Flüssen fanden, in die Waagschale.
Zum Wiegen benutzten sie verschiedene, von allen anerkannte und oft sogar amtlich hergestellte Gewichte. Entscheidend war das Gewicht des Metalls, nicht die Form.
Im 7. Jahrhundert vor Christus haben die Kaufleute in Lydien (ungefähr das Gebiet der heutigen Türkei) die ersten Münzen erfunden.
Um sich die mühsame Wiegearbeit zu ersparen, schlugen die Kaufleute eine persönliche Prägung in ihre Metallstücke. Dieser Prägevorgang wird "münzen" genannt.
Da damals noch nicht viele Metallstücke im Umlauf waren, gelangte eine Münze immer wieder in die gleichen Hände und so erkannten die Kaufleute ihren Wert auf den ersten Blick.
Erst später übernahm dann der Staat die Aufgabe, die Metallstücke entsprechend ihres Wertes zu prägen. Damit war die Geldmünze erfunden.
Autorin: Friederike Wilhelmi
Letzte Änderung am 01. Januar 2009