SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter
Du bist hier: Startseite > Infonetz > Länder-Kulturen > Geld - der Euro

Euroländer

 
Europakarte mit markierten Euroländern (Bild: SWR)
Großansicht: Die EuroländerDie Euroländer
Bevor es den Euro gab, bezahlten die Menschen in Deutschland noch mit der D-Mark. Am 1. Januar 2002 war es dann soweit: Der Euro wurde als neues Zahlungsmittel eingeführt. Am Anfang nutzten zwölf Länder den Euro. Sie bildeten die sogenannte Euro-Zone.
Dazu gehörten: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.
Von Jahr zu Jahr vergrößert sich die Euro-Zone. 2007 kam Slowenien dazu, ein Jahr später Malta und Zypern, dann die Slowakei, 2011 Estland, 2014 Lettland und am 1.1.2015 Litauen. Inzwischen sind es 19 Länder.
Nicht alle EU-Länder sind auch in der Euro-Zone - 9 EU-Mitgliedsstaaten haben den Euro nicht eingeführt: Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien.
Wie kann ein Land den Euro einführen?
Wenn ein Land Euroland werden will, muss es zur EU gehören, sich offiziell bewerben und einen festen Wechselmechanismus zum Euro eingeführt haben. Außerdem muss es seine eigene Währung mindestens zwei Jahre lang stabil halten.
Eine Euromünze neben europäischen Geldscheinen (Bild: dpa)
Großansicht: Willkommen Euro, in Estland!Willkommen Euro, in Estland!
Zur Zeit nimmt Dänemark an diesem "Wechselmechanismus-Programm" teil. Dänemark plant im Moment aber nicht, den Euro einzuführen.
Der Euro außerhalb der Europäischen Union

Es gibt auch Länder, die nicht zur EU gehören und trotzdem den Euro als Hauptwährung eingeführt haben:
In Montenegro und im Kosovo ist der Euro offizielles Zahlungsmittel, obwohl beide Länder nicht zur EU gehören. Das liegt daran, dass ihre landeseigene Währung, der Dinar, so wenig wert war, dass ihn niemand mehr annehmen wollte. So hatte sich zunächst die D-Mark als Zahlungsmittel durchgesetzt, später der Euro.
Die beiden Länder profitieren zwar jetzt von der Stabilität des Euro, aber sie können weder Euromünzen prägen, noch Einfluss auf die Geldpolitik der EZB (Europäische Zentralbank) nehmen.
Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstaat haben ebenfalls den Euro eingeführt, ohne EU-Mitgliedsstaat zu sein. Sie sind zu klein für eine eigene Währung und haben schon vor der Einführung des Euro die Währungen ihrer Nachbarländer benutzt.. Inzwischen haben Monaco, San Marino und Vatikanstaat ein Abkommen mit der EU getroffen, dass sie selbst Euro-Münzen prägen dürfen. Andorra hat ein solches Abkommen nicht.
Auch in Ländern, die nicht zur EU gehören, kannst du mit dem Euro bezahlen - z.B. in der Schweiz oder in der Türkei. Allerdings gibt es dabei zwei Nachteile: Zum einen ist der Umrechnungskurs meistens sehr ungünstig und zum anderen erhältst du das Rückgeld meistens in der landeseigenen Währung.

Gewusst?

Schon gewusst?
In den französischen Departements Französisch-Guyana, Martinique, Réunion und Guadeloupe kannst du mit dem Euro bezahlen. Sie liegen zwar nicht in Europa, gehören aber zu Frankreich.
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 02. Januar 2015
 
 
Logo der Europäischen Zentralbank: Gelbes Eurozeichen auf blauem Hintergrund umkreist von 12 gelben Sternen. (Bild: Europäische Zentralbank)

Eurosystem

Das Eurosystem wird gebildet von der EZB und den NZB. Alles klar?