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Unser Geld

Euroländer

 
Europakarte mit unterschiedlich eingefärbten Ländern - je nach Eurostatus (Bild: SWR)Bevor es den Euro gab, bezahlten die Menschen in Deutschland noch mit der D-Mark. Am 1. Januar 2002 war es dann soweit: Der Euro wurde als neues Zahlungsmittel eingeführt. Am Anfang nutzten zwölf Länder den Euro. Sie bildeten die sogenannte Euro-Zone.
Dazu gehörten: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.
Von Jahr zu Jahr vergrößert sich die Euro-Zone. 2007 kam Slowenien dazu, ein Jahr später Malta und Zypern, dann die Slowakei und 2011 Estland. Inzwischen sind es 17 Länder.
Nicht alle EU-Länder sind auch in der Euro-Zone - 10 EU-Mitgliedsstaaten haben den Euro nicht eingeführt: Bulgarien, Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien.
Wie kann ein Land den Euro einführen?
Wenn ein Land Euroland werden will, muss es zur EU gehören, sich offiziell bewerben und einen festen Wechselmechanismus zum Euro eingeführt haben.
Eine Euromünze neben europäischen Geldscheinen (Bild: dpa)
Großansicht: Willkommen Euro, in Estland!Willkommen Euro, in Estland!
Dänemark, Lettland und Litauen sind bereits Teilnehmerländer an einem solchen "Wechselmechanismus-Programm". Wer von ihnen über einen Zeitraum von zwei Jahren die landeseigene Währung stabil hält, hat gute Chancen auf den Euro.
Slowenien hat diese Voraussetzungen als erstes neu beigetretenes EU-Land erfüllt und seine Währung mit dem Euro getauscht. Diesem Beispiel sind Zypern, Malta, die Slowakei und jetzt auch Estland gefolgt.

Es gibt aber Sonderfälle. Länder, die nicht zur EU gehören und trotzdem den Euro als Hauptwährung eingeführt haben:
In Montenegro und im Kosovo ist der Euro offizielles Zahlungsmittel, obwohl beide Länder nicht zur EU gehören. Das liegt daran, dass ihre landeseigene Währung, der Dinar, so wenig wert war, dass ihn niemand mehr annehmen wollte. So hatte sich zunächst die D-Mark als Zahlungsmittel durchgesetzt, später der Euro.
Die beiden Länder profitieren zwar jetzt von der Stabilität des Euro, aber sie können weder Euromünzen prägen, noch Einfluss auf die Geldpolitik der EZB (Europäische Zentralbank) nehmen.

Schon gewusst?
In den französischen Kolonien Französisch-Guyana, Martinique, Réunion und Guadeloupe kannst du mit dem Euro bezahlen. Sie liegen zwar nicht in Europa, gehören aber zu Frankreich.
Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstaat haben ebenfalls den Euro eingeführt, ohne EU-Mitgliedsstaat zu sein.

Sie sind nämlich zu klein für eine eigene Währung und haben schon vor der Einführung des Euro die Währungen anderer Länder benutzt, die von Frankreich, Spanien und Italien.

Inzwischen haben Monaco, San Marino und Vatikanstaat ein Abkommen mit der EU getroffen, dass sie selbst Euro-Münzen prägen dürfen. Andorra hat ein solches Abkommen nicht.
Selbstverständlich kannst du auch in Ländern mit dem Euro bezahlen, die nicht zur EU gehören - z.B. in der Schweiz oder in der Türkei. Allerdings gibt es dabei zwei Nachteile: Zum einen ist der Umrechnungskurs meistens sehr ungünstig und zum anderen erhältst du das Rückgeld meistens in der landeseigenen Währung.
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 01. Januar 2011