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Indianer heute

 
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junger Navajo Indianer mit Touristen bei einer Bootstour (Bild: Sabine Stampfel)
Navajo Indianer mit Touristen auf dem Colorado River
Rechte der Indianer
Nachdem die Indianer im ersten Weltkrieg an der Seite der USA kämpften, bekamen sie 1924 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Aber erst zehn Jahre später wurde ihnen erlaubt, so zu leben wie früher. Mit ihren Traditionen, ihren eigenen Festen und ihrem Glauben.
Aber nicht immer konnten sie diese neuen Rechte ausleben. Auch später versuchten viele Weiße ihnen ihr Land und ihre Freiheiten wieder wegzunehmen. Heute organisieren sich die Indianer und versuchen sich gegen diese Ungerechtigkeiten zu wehren.
Eine Minderheit
Die Indianer bewohnten einst ein weites Land, das sich in Nordamerika von Küste zu Küste erstreckte. Heute sind nur noch zwei Prozent der US-Amerikaner indianischen Ursprungs.
Die Indianer sind eine Minderheit in ihrem Land - ein kleiner Teil davon lebt in den Reservaten. Dort ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch und die Indianer sind sehr arm.
Manche versuchen vom Tourismus zu leben, verkaufen Schmuck oder verdienen ihr Geld als Touristenführer.
Indianer bei einer Tanzvorführung (Bild: dpa)
Großansicht: TanzvorführungTanzvorführung
Tradition und Tourismus
Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, organisieren sich die Indianer und lassen ihre Traditionen wieder aufleben.
Die Kinder der Indianer lernen wieder ihre eigene Sprache und erhalten Unterricht über die Lebensweise ihres Stammes. Sie nehmen an Powwows teil, führen ihre Tänze vor, tragen Stammeskostüme und bemalen ihr Gesicht.
So versuchen die Indianer Altes und Neues zu verbinden, und ihre Zeremonien, Rituale, Sitten und Sprachen zu erhalten.
Gleichzeitig bringen Tanzvorführungen Geld für den Lebensunterhalt. Denn die Feste der Indianer gelten als Touristenattraktion.

runde Holzhütte in karger Landschaft (Bild: dpa)
Großansicht: Holzhütte der Navajo-IndianerHolzhütte der Navajo-Indianer
Heutige Reservate
Eine weitere Einnahmequelle sind die vielen Glückspiel-Hallen, die die Indianer in den Reservaten eröffnet haben.
Das Navajo-Reservat, das sich über die Staaten New Mexico, Arizona und Utah erstreckt, ist mit fast 150.000 Einwohnern das größte Reservat. Die Reservate werden von den Indianern selbst verwaltet und es gibt dort auch eine eigene Polizei.
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 19. Januar 2016
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
Nordamerikakarte mit Indianerabbildungen (Bild: SWR)

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säulenartige Felsformationen (Bild: dpa)

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