Kindernetz

Indianer Nordamerikas

Land des Manitu

 
Animation: Entstehung der Beringstrasse (Bild: SWR)Vor vielen 1000 Jahren wanderten die ersten Menschen über die Beringstraße nach Amerika ein. Sie kamen aus Asien über eine schmale Landbrücke, die später im Meer versank.
Als Jäger folgten sie den Mammuts und Bisons in wärmere Gebiete. Sie breiteten sich im gesamten Erdteil aus und so entstanden viele Stämme, die sich ihrer Umgebung anpassten und ganz unterschiedlich waren.
Sie hatten aber eine Gemeinsamkeit: Sie glaubten an eine heilige Energie, an Manitu.
säulenartige Felsformationen (Bild: dpa)
Monument Valley
Manitu ist für die Indianer kein Gott in der Gestalt einer Person, wie es bei den Christen der Fall ist.
Manitu ist die Kraft, die sich in der Natur offenbart. Sie kommt in der Sonne zum Vorschein, die Licht, Wärme und Leben spendet. Und sie ist in Menschen und Tieren, Pflanzen und Steinen, Blitz und Donner.
Alle Dinge, alle Pflanzen und Tiere hatten den gleichen Stellenwert wie der Mensch. Deshalb haben die Indianer großen Respekt vor der Natur und den Tieren. Früher erlegten sie bei der Jagd nicht mehr Tiere oder schlugen nicht mehr Holz, als sie zum Überleben brauchten.
 
Autorin: Ursi Zeilinger 
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Beringstraße: Meeresstraße zwischen den Kontinenten Asien und Amerika.
Manitu: ist der Glaube an eine übernatürliche Macht. Manitu wurde in manchen Stämmen zwar anders genannt: Die Sioux nannten Manitu "Wakan Tanka", die Apachen "Yasastine", die Shoshonen "Pokunt", die Crows "Maxpe", und die Irokesen "Orenda". Aber sie meinten alle das gleiche - das "Große Geheimnis".