Jahreskreis-Feste
Julfest - Weihnachten - Wintersonnenwende
Steinkreis von Stonehenge
Am
21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres, gefolgt von der längsten Nacht. Es ist Wintersonnenwende und das Julfest wird gefeiert.
Das Julfest ist der Vorläufer unseres heutigen Weihnachtsfestes.
Für die alten Germanen war das Wintersonnwendfest wahrscheinlich das wichtigste Fest im Jahr. Es galt als Geburtsfest der Sonne, symbolisiert durch ein Rad.
Winteranfang
Im alten Kalender fiel die Wintersonnenwende auf den
25. Dezember. Das Christentum machte aus dem "Geburtstag der Sonne" den Geburtstag des Christkinds.
Die Zeit "zwischen den Jahren" ist die Zeit des Neubeginns: Die Rückkehr der Sonne bedeutet auch die Rückkehr des Lebens. Nach den langen Nächten und den dunklen Tagen beginnt nun wieder die Zeit des Lichts.
Reinigen mit Rauch.
An die ursprüngliche Bedeutung des "Lichterfests" erinnern heute noch die Kerzen am Weihnachtsbaum oder am Adventskranz.
Jul wird bis zum 6. Januar zwölf Nächte lang gefeiert, den so genannten Rauchnächten. Denn es ist in dieser Zeit Brauchtum die Häuser auszuräuchern und mit dem Rauch zu reinigen.
Frau Holle und Goldmarie
Nach den Geschichten der Kelten und Germanen sind in diesen zwölf Nächten seltsame Gestalten unterwegs.
So auch Frau Perchta. Die kommt, um nachzuschauen, wer das Jahr über fleißig oder faul war.
Frau Perchta ist auch unter dem Namen Frau Holle bekannt und durch das Märchen der Brüder Grimm berühmt geworden.
Julbock in Schweden
In skandinavischen Ländern gibt es bis heute Hinweise auf die keltischen Wurzeln des Weihnachtsfestes:
"Weihnachten" heißt immer noch "Jul" und auf vielen Plätzen wird der Julbock aufgestellt.
Die Geschenke werden beim "Julklappen" verteilt. Dieser Brauch ist ähnlich dem hier üblichen "Wichteln".
Autorinnen: Sabine Stampfel / Yvonne Unger
Letzte Änderung am 18. Dezember 2009