Shaolin Kloster
Berühmt für die Kampfkunst
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Meditation und Akrobatik
Sie können Saltos aus dem Stand und sich wie Schlangenmenschen verrenken: die
Shaolin-Mönche. Wer sind diese Männer und warum sind sie gleichzeitig solche Körperkünstler und Mönche?
Mitten in China, in der Provinz Henan, liegt das Shaolin Kloster nahe dem heiligen Berg Songshan. Es wurde 496 nach Christus für indische Mönche erbaut, die indische Glaubenslehren ins Chinesische übersetzten. 30 Jahre später zog ein indischer Mönch mit Namen Bodhidarma im Shaolin Kloster ein.
Bodhidarma passte die indische Form des Buddhismus an das fremde Land an; so entwickelte sich eine ganz neue Form der buddhistischen Lehre, der Chan-Buddhismus. In Deutschland ist er unter dem Begriff Zen-Buddhismus bekannt.
Blick auf das Shaolin Kloster in China
Shaolin - das heißt übersetzt: junger Wald, denn um den Tempel herum pflanzten die Mönche einen Kiefern-Wald.
Hier praktizierten sie den Chan Buddhismus. Er lehrt die Gläubigen Mitgefühl und Toleranz. Diese Haltung zu verinnerlichen ist nicht immer so einfach. Bodhidarma konzentrierte sich dabei ganz auf die Meditation. Und auch die übrigen Mönche meditierten lange und in unbeweglicher Haltung. Das ist sehr anstrengend - so sehr, dass manche Mönche einschliefen, anderen tat nach der Meditation alles weh.
Zur Entspannung und zum körperlichen Ausgleich dachte sich Bodhidarma Gymnastikübungen aus und nannte sie die "18 Wege des Shaolin". Daraus entwickelte sich die Kampfkunst Shaolin
Kung Fu, die Chinesen sagen Wu Shu.
"Shaolin" steht also für die Kunst, Körper, Seele und Geist durch geistige und körperliche Übungen in Einklang zu bringen.
Shaolin Kung Fu ist gar nicht so einfach.
Der Shaolin Tempel wurde als Akademie für Kampfkunst und ein ganzheitliches Leben geachtet. Im ganzen Land siedelten sich Schulen an, die nach diesem Prinzip lehrten.
Shaolin Tempel gibt es inzwischen in vielen Ländern, auch in Deutschland. Sie sind aber alles andere als eine Art besonderes Sportzentrum. Der Shaolin-Orden hat einen strengen Klosteralltag und nur, wer die Ausbildung zum Kampfmönch macht, hat zusätzlich Trainingszeiten.
In Deutschland können übrigens Jungen und Mädchen das klassische Shaolin Wu Shu lernen. In China ist das längst noch nicht so - da gibt es nur eine einzige Kampfkunst Schule für Mädchen.
Kein Wunder also, dass bei den aufwändigen Kung-Fu-Shows nur Shaolin Mönche ihre Kampfkunst präsentieren.
Autorin: Constance Schirra
Letzte Änderung am 31. Januar 2010
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.