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Wettermacher: Erdbeben

 
Wer denkt, wir stehen auf festem Boden, der hat sich getäuscht. In Wirklichkeit bewegt sich die Erdoberfläche ständig - und das kann sogar zu Extremwetter führen.
 
Graben in der Wüste (Bild: SWR)
Kontinentalspalte in Kalifornien
Mehrmals täglich bebt die Erde an irgendeiner Stelle auf dieser Welt. Erdbeben entstehen, wenn die Kontinentalplatten aufeinander treffen, sich verhaken oder aneinander vorbei schrammen. Es baut sich eine riesige Spannung auf, die sich schließlich schlagartig in einem Beben löst.
Beben unter dem Meer
Manchmal bebt es auch tief unter dem Meer und das kann einen Tsunami, eine riesige Welle, auslösen.
Wenn sich die Kontinentalplatten der Erde verschieben, erheben sich manche Teile des Meeresbodens, dort ist es, als ob das Meer von unten einen Schlag bekommt. Das Meer wölbt sich nach oben, ein Wasserhügel entsteht und bewegt sich wellenförmig in alle Richtungen.
Wenn die Welle dann auf eine Küste trifft, türmt sich das Wasser immer mehr auf, da es weniger Platz hat. Die so entstandene Welle kann ganze Küstenregionen oder Inseln überfluten. Ein Tsunami entsteht aber erst bei einem sehr starken Erdbeben.
Erdbeben haben also Einfluss auf Wetterphänomene - aber auch das Klima kann Erdbeben beeinflussen.
Klimaerwärmung: ein Auslöser?
Gletscherschmelze
Durch den Klimawandel schmelzen immer mehr Gletscher.
Wenn sich die Erde immer mehr aufheizt, könnte es in Zukunft mehr Erdbeben geben, das ist die Meinung einiger Geologinnen und Geologen.
Wenn die Gletscher durch die Klimaerwärmung schmelzen, dann verlagern sich riesige Massen von einem Ort auf einen anderen. Dadurch kommen die Erdschichten in Bewegung. Denn die Kontinentalplatten schwimmen auf flüssigem Gestein, so wie Eisschollen auf dem Meer. Sie geben also nach, wenn Druck auf sie ausgeübt wird und genauso federn sie nach oben, wenn der Druck weniger wird.
Nach dieser Theorie können auch wir Menschen in Zukunft Auslöser für Erdbeben sein, weil wir zum Klimawandel beitragen.
Auch verschiedene Fördermethoden von Erdöl oder Erdgas sollen zu Erdbeben führen können, wie zum Beispiel Fracking. Hierfür wird mit großem Druck Wasser in die Erde gepumpt und so entstehen Risse im Gestein. Durch diese kann dann Erdöl oder Erdgas gewonnen werden. Ganz sicher ist diese Theorie jedoch noch nicht, denn nicht an allen Orten, an denen Fracking betrieben wurde, gab es Erdbeben.
 
Autorinnen: Sandra Goller, Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 05. Oktober 2015
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
Vulkanausbruch (Bild: dpa)

Vulkane

Brodelnd und Funken sprühend beeinflussen sie die Natur um sie herum.
Windräder im Meer (Bild: dpa picture-alliance)

Wind und Wasser

Was diese beiden bewirken können, lässt sich gut am Klima in Europa sehen.
Frau auf einem verdorrten Acker (Bild: EVN USUNTV)

Mensch

Das Klima ändert sich und wir Menschen haben darauf großen Einfluss.