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Wettermacher: Vulkane

 
Satellitenbild vom Ätna-Ausbruch 2002 (Bild: dpa)
Großansicht: Satellitenbild vom Ätna-Ausbruch 2002Satellitenbild vom Ätna-Ausbruch 2002
Niemand kann genau sagen, wann und ob ein Vulkan ausbrechen wird. Ganze Dörfer und Landschaften können durch einen Vulkanausbruch zerstört werden und auch das Klima können sie verändern - in manchen Fällen auf der ganzen Welt.
Asche und Feuer
Bei einem Vulkanausbruch spukt die Erde Feuer, Lava, das sind geschmolzene Gesteinsmassen, fließt aus der Erde heraus und Asche wird ausgestoßen. Entscheidend für die Veränderung des Klimas ist nun, wie viel Asche der Vulkan ausstößt und wie hoch diese Wolke dann steigt.
Die Höhe ist entscheidend
Steigt sie weniger als 10 Kilometer nach oben, sind die Auswirkungen nur gering. In dieser Luftschicht, auch Troposphäre genannt, ist die Luft ständig in Bewegung, so wird die Luft vom Erdboden bis zur Tropopause durchmischt und die Asche wird heraus transportiert.
Und fast der gesamte Wasserdampf der Erdathmosphäre befindet sich in der Troposphäre, daher bilden sich dort Wolken und sie kann so gereinigt werden, da der Regen die Asche herauswäscht.
Rauchschwaden über dem Ätna (Bild: dpa)
Großansicht: Ausbruch des Ätna 2002Ausbruch des Ätna 2002
Steigt die Wolke jedoch höher, dann bleiben die Ascheteilchen deutlich länger in der Luft. Denn in dieser hohen Luftschicht, der Stratosphäre, bewegt sich die Luft nur wenig. Die Asche kann nur schwer aus dieser Luftschicht verschwinden, daher verteilt sie sich, in extremen Fällen sogar über die ganze Welt.
Verschiedene Ascheteilchen reagieren in der Luft und entziehen der Sonne Energie, so wird das Klima deutlich milder, die Temperaturen in den betroffenen Regionen werden geringer. Je mehr Teilchen in der Luft sind, desto kälter wird es also.

Gewusst?

Einer der stärksten Ausbrüche fand 1815 in Indonesien statt, auf der Insel Sumbawa. Die Explosion war so stark, dass sie kilometerweit entfernt davon noch zu hören war. Die Aschewolke war so groß und stieg so hoch, dass der darauffolgende Sommer unglaublich kalt wurde. Manche bezeichneten das Jahr sogar, als ein Jahr ohne Sommer.
Ausgelöste Flutwelle
Bricht ein Vulkan auf einer Insel aus, so kann dies ein gefährliches Wetterphänomen hervorrufen - einen Tsunami. Wenn bei der Explosion des Vulkans ein großes Stück abbricht und ins Meer fällt, kann eine riesige Welle entstehen. Dass ein Tsunami durch einen Vulkanausbruch entsteht ist jedoch relativ selten - am häufigsten entsteht er durch ein Erdbeben im Meer.
 
Autorinnen: Sandra Goller, Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 21. September 2015
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
Windräder im Meer (Bild: dpa picture-alliance)

Wind und Wasser

Was diese beiden bewirken können, lässt sich gut am Klima in Europa sehen.
Ein zerstörtes Gebäude nach einem Erdbeben in Indonesien. (Bild: dpa picture-alliance )

Erdbeben

Wir stehen auf festem Boden? Nicht immer - er kann gefährlich wackeln.
Frau auf einem verdorrten Acker (Bild: EVN USUNTV)

Mensch

Das Klima ändert sich und wir Menschen haben darauf großen Einfluss.