Prima Klima !
Wettermacher: Wind und Wasser
Der Golfstrom
Was Wind und Wasser bewirken können, lässt sich gut am Klima in Europa sehen.
Es wird nämlich stark von einer Meeresströmung beeinflusst: dem Nordatlantik-Strom.
Oft wird er auch als Golfstrom bezeichnet. Das stimmt aber nicht ganz:
Der Golfstrom ist nämlich nur ein Teil des Nordatlantik-Stroms.
Er bringt warmes Wasser von der Ostküste Amerikas bis nach Nordeuropa. Zusätzlich wird die Luft durch das warme Wasser erwärmt.
Gleicher Breitengrad aber unterschiedliches Klima
Die Auswirkungen auf das Klima sind enorm: Eigentlich müsste es in Nord- und Westeuropa nämlich viel kälter sein - so wie in anderen Ländern, die auf demselben
Breitengrad liegen.
Norwegen befindet sich zum Beispiel auf der selben Höhe wie Grönland.
Doch während Grönland meist unter einer dicken Eisschicht liegt, wird es im Sommer in Norwegen richtig warm.
Monsunregen überflutet in Indien die Straßen
Denselben Einfluss wie Meeresströmungen können auch Winde haben. So sorgen bestimmte Luftströmungen, wie der
Passatwind, für trockenes Wetter.
Der
Monsun bringt dafür viel feuchte Luft und heftigen Regen.
Was passiert, wenn die Strömungen durcheinander geraten, zeigt das Wetterphänomen "
El Niño".
Es bringt das Klima auf der halben Welt durcheinander.
El Nino sorgt in Ecuador für Überschwemmungen.
In Südamerika verwüsten Stürme und starke Regenfälle die Küste. Fische und Korallen sterben, weil sich das Meer erwärmt.
Ganz anders sieht es auf der anderen Seite der Welt aus, da herrscht nämlich ungewöhnliche Trockenheit:
In Australien und Südost-Asien vertrocknen Böden, Ernten fallen aus und Waldbrände toben.
Früher war das alle drei bis fünf Jahre der Fall.
Inzwischen werden die Abstände kürzer und die Auswirkungen immer stärker. Schuld daran ist auch die Verstärkung des Treibhauseffekts, die das weltweite Klima beeinflusst.
Letzte Änderung am 07. Dezember 2009
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.