Hochkultur der Maya
Das Reich der Maya
Noch heute sind in
Mittelamerika überall Spuren der Maya zu finden: in Stein gehauene Abbildungen geheimnisvoller Götter oder Pyramiden-Tempel, die mitten im Dschungel stehen und hoch in den Himmel ragen. Doch es ist viele Jahrhunderte her, dass die Maya dort lebten.
Es waren die Spanier, die im 16. Jahrhundert mit ihren Schiffen an der Küste Mittelamerikas ankamen und das Land eroberten. Sie vertrieben die Ureinwohner und zerstörten die ihnen fremde Kultur - eine Kultur, die sich im Laufe vieler Jahrhunderte entwickelt hatte.
Die ersten Siedlungen der Maya entstanden schon 1000 Jahre vor Christus. Die Menschen wohnten in kleinen Dörfern und lebten von der Landwirtschaft - hauptsächlich vom Maisanbau.
Später entstanden bedeutende und große Maya-Städte - zum Beispiel Tikal (
Guatemala), das um 600 vor Christus besiedelt wurde. Ihren Höhepunkt erreichte die Maya-Kultur zwischen 300 bis 700 Jahre nach Christus.
Es ist unglaublich, welche Kenntnisse die Maya schon zu diesem Zeitpunkt hatten: Sie bauten riesige Pyramiden auf deren Spitzen sie Tempel errichteten, berechneten Umlaufbahnen von Planeten und erfanden ein kompliziertes Schriftsystem.
Das Ende der Maya-Kultur begann ab 900 nach Christus. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass die Maya plötzlich ihre Städte verlassen haben. Die Gründe dafür sind bis heute unbekannt. Vermutlich hatten die Maya nicht mehr genug zu essen und mussten sich auf die Suche nach Nahrung machen.
Autorin: Sandra Goller
Letzte Änderung am 20. März 2007
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.