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Hochkultur der Maya

Pyramiden - zu Ehren der Götter

 
"Piramide de Kukulcan" in der Maya-Stadt Chichén Itzá. (Bild: dpa)
Großansicht: "Piramide de Kukulcan" in der Maya-Stadt Chichén Itzá."Piramide de Kukulcan" in der Maya-Stadt Chichén Itzá.
Etwas Einzigartiges lässt sich zweimal im Jahr in Chichén Itzá (Mexiko) beobachten. Dort steht die 30 Meter hohe "Piramide de Kukulcan".
Zum Frühjahr- und Herbstbeginn steht die Sonne so, dass sie einen Schatten auf die Stufen der Pyramide wirft, der so aussieht, als würde sich eine Schlange die Treppen hinauf, beziehungsweise hinunter bewegen.
Am 21. März schlängelt sich der Schatten die Stufen der Pyramide hinunter. Am 21. September kriecht die "Schlange" nach oben.
Stufen einer Pyramide (Bild: Sandra Goller)
Großansicht: Steil führen die Stufen die Pyramide hinauf.Steil führen die Stufen die Pyramide hinauf.
Während die alten Ägypter ihre Pyramiden als Grabkammern benutzten, ehrten die Maya mit den Pyramiden ihre Götter. Die Pyramidentempel wurden auf riesigen Plätzen gebaut, auf denen Zeremonien zu Ehren der Götter stattfanden.
Die Pyramiden der Maya bestanden aus einem Pyramiden-Stumpf an dessen Außenseiten Treppen zur Spitze hinauf führen. Dort oben bauten sie einen Hochtempel zu Ehren der Götter. Die Maya dachten, so seien sie den Göttern im Himmel besonders nahe.
Immer wieder fanden Forscher Pyramiden, über die eine neue Pyramide gebaut worden war. Lange Zeit rätselten sie über den Sinn.
Schließlich wurde das Geheimnis gelüftet: Die Maya gingen davon aus, dass alle 52 Jahre - solange dauerte ein "Jahrhundert" bei den Maya - die Welt untergehen würde. Passierte das nicht, überbauten sie aus Dankbarkeit die alte Pyramide mit einer noch prachtvolleren.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 19. Dezember 2012
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.