Hochkultur der Maya
ABC
Archäologe
So werden WissenschaftInnen genannt, die sich mit Funden alter Kulturen beschäftigt. Archäologinnen und Archäologen graben Fundstücke aus und können dann mit verschiedenen Methoden feststellen, wie alt sie sind und was die Menschen vermutlich früher damit gemacht haben.
Astronomie
Alles, was mit Sternen und dem Weltall zu tun hat, wird von der Astronomie untersucht. Die Astronomie ist eine sehr alte Wissenschaft. Früher haben die Astronomen zum Beispiel geglaubt, dass sich alle Planeten um die Erde drehen. Heute wissen wir, dass das nicht stimmt. Auch die Maya haben sich mit Astronomie beschäftigt. Sie haben zum Beispiel beobachtet, in welchen Bahnen sich bestimmte Planeten bewegen.
Azteken
Die Azteken gehörten, wie die Maya, zu den alten Kulturen Mittel- und Südamerikas. Diese Ureinwohner Amerikas werden auch Indianer genannt. Als die Kultur der Maya schon fast zu Ende ging, breiteten sich die Azteken in Mexiko aus. Innerhalb kurzer Zeit bauten sie ein mächtiges Reich auf. Ihre Kultur hat viele Gemeinsamkeiten mit der Maya-Kultur: Auch sie bauten Pyramidentempel, auch sie beschäftigten sich mit Astronomie und hatten ihre eigene Schrift.
Belize
Belize ist ein kleines mittelamerikanisches Land, das gerade mal so groß wie das Bundesland Hessen ist. Es liegt zwischen Mexiko und Guatemala genau am karibischen Meer. Die Menschen leben dort in erster Linie von der Landwirtschaft. Wegen des tropischen Klimas wachsen dort Pflanzen wie Bananen, Kakao und Zuckerrohr besonders gut. Früher haben die Maya in Belize ihre Siedlungen gebaut. Heute sind noch ungefähr 11 Prozent der Einwohner Nachkommen der indianischen Urbevölkerung.

Codex
Die Maya hatten ein eigenes Schriftsystem und haben sogar Bücher geschrieben. Diese Jahrhunderte alten Handschriften werden Codices genannt. Das „Papier“ dafür wurde aus der Rinde von Feigenbäumen hergestellt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass es früher Hunderte solcher Schriften gab. Mit der Eroberung Mittelamerikas durch die Spanier wurden sie aber fast alle zerstört. Die Spanier haben nämlich geglaubt, dass in den Texten die Götter der Maya verehrt werden. Da sie das Christentum verbreiten wollten, nahmen sie den Maya ihre „unchristlichen“ Schriften und verbrannten sie. Heute gibt es noch vier dieser Handschriften. Seit die Schriftzeichen der Maya entschlüsselt sind, weiß man, dass die Codices von Religion, der Götterwelt, Astronomie und anderen Wissenschaften der Maya handeln. Fast das ganze Wissen, das wir heute über die Maya haben, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Codices herausgelesen.

Guatemala
Guatemala liegt in Mittelamerika zwischen Mexiko, Belize, Honduras und El Salvador. Es ist ein sehr bergiges Land, in dem noch heute ein Großteil der Bevölkerung Nachfahren der Maya sind. Im Dschungel von Guatemala ist auch eine der bedeutendsten Maya-Stätten zu finden: Tikal.
Hieroglyphen
Als Hieroglyphen werden Schriftzeichen bezeichnet, die aus Bildern oder Zeichnungen bestehen. Hieroglyphen wurden zum Beispiel von den Maya verwendet. Schon die alten Ägypter hatten eine Bilderschrift entwickelt. Sie waren das erste Volk, das eine eigene Schrift besaß.
Honduras
Zwischen Nicaragua, El Salvador und Guatemala liegt das mittelamerikanische Land Honduras. Auch hier lebten vor der Eroberung durch die Spanier die Maya. Inzwischen sind nur noch sieben Prozent der Einwohner direkte Nachfahren der Indianer. Die Maya-Ruine Copán gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des kleinen Landes.
Indianer
Als Kolumbus im Jahre 1492 in Amerika an Land ging, gab er den Bewohnern des Landes den Namen "Indianer", weil er glaubte, dass er in Indien gelandet war. Die Indianer sind die Ureinwohner Amerikas - sie lebten dort lange bevor die Europäer kamen, um diesen Kontinent zu erobern. Die Indianerstämme Süd-, Mittel- und Nordamerikas haben unterschiedliche Kulturen, die von den Stammesmitgliedern bis zum heutigen Tag gepflegt werden.
Kautschuk
Kautschuk ist ein gummiartiges Material, das man aus dem Saft einiger tropischen Pflanzen herstellen kann. Dieses Material wird für die verschiedensten Dinge verwendet. Autoreifen werden zum Beispiel aus Kautschuk gemacht - aber auch Radiergummis. Schon die Ureinwohner Amerikas kannten dieses Material und benutzten es, um daraus Bälle für ihr traditionelles Ballspiel zu machen.
Kolumbus
Christoph Kolumbus war ein Seefahrer aus Italien. Er gilt als der Entdecker Amerikas. 1492 startete er zum erste Mal unter spanischer Flagge Richtung Westen. Er glaubte, da die Welt rund ist, müsse er nur lange genug segeln, um nach Asien zu kommen. Da er fest davon überzeugt war, den Seeweg nach Indien gefunden zu haben, nannte er die Ureinwohner Amerikas Indianer.
Mesoamerika
Die Geografie verwendet den Begriff Mittelamerika für die Länder zwischen Nord- und Südamerika. Spricht man aber von der alten Kultur der Länder in dieser Region, zum Beispiel der Maya-Kultur, wird der Begriff Mesoamerika verwendet.
Mexiko
Mexiko verbindet die reichen USA mit den ärmeren mittelamerikanischen Ländern Belize und Guatemala. Vor der spanischen Eroberung waren dort zahlreiche Indianerstämme zuhause, zum Beispiel die Maya, die Olmeken, die Tolteken oder die Azteken. Heute sind 14 Prozent der Einwohner Indios – die meisten davon Azteken oder Maya.
Mittelamerika
Mittelamerika verbindet Nordamerika mit Südamerika. Zu den mittelamerikanischen Staaten werden Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Belize und einige der karibischen Inseln gezählt. Insgesamt hat Mittelamerika eine Fläche von über 2 500 000 Quadratkilometern und mehr als 160 Millionen Einwohner.
Olmeken
Die Olmeken sind, wie die Maya, eines der Urvölker Mittelamerikas. Sie lebten im Osten Mexikos und waren wahrscheinlich die erste Hochkultur überhaupt. Sie hatten schon Schriftzeichen und Ziffern, und vermutlich wurden andere Völker– wie die Maya oder die Azteken - stark von ihnen beeinflusst.
Regenwald
Regenwälder gibt es in Südamerika, Zentralafrika und Asien – und zwar immer in der Nähe des Äquators. Dort ist es nämlich das ganze Jahr über heiß und es regnet viel. Wegen des Klimas wachsen die Pflanzen dort besonders gut. Die Regenwälder sind sehr wichtig für das Klima auf der gesamten Welt.
Spanische Eroberung
Im 16. Jahrhundert entdeckten die Spanier auf ihren Erkundungsfahrten den amerikanischen Kontinent. Sie eroberten das Land, errichteten dort ihre Kolonien und vertrieben die Ureinwohner. Viele der Indianer-Städte wurden zerstört. Den überlebenden Indianern nahmen sie ihre Kultur und zwangen ihnen ihren christlichen Glauben auf.
Stele
Eine Stele ist eine senkrecht im Boden stehende Steinplatte. Die Maya verwendeten sie als Schrifttafel. Die Schriftsymbole wurden in den Stein geschlagen. Noch heute sind diese Stelen erhalten.
Tolteken
Die Tolteken waren Ureinwohner Mittelamerikas. Sie lebten in erster Linie im Norden Mexikos – lange Zeit vor den Maya.
Yucatán
Die mittelamerikanische Halbinsel gehört in erster Linie zu Mexiko – umfasst aber im Süden auch Teile Guatemalas und Belizes. Bedeutende Städte der Maya-Kultur sind auf Yucatán zu finden, zum Beispiel Chichén Itzá (Mexiko) und Tikal (Guatemala).