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Natur des Jahres

Baum des Jahres 2007: Die Waldkiefer

 
Foto eines Nadelbaums (Bild: Jens Tönnissen)
Großansicht: Baum des JahresBaum des Jahres
Eigentlich wissen die Meisten viel zu wenig über die Waldkiefer. Höchste Zeit das zu ändern - und so wurde sie kurzerhand zum Baum des Jahres 2007 gekürt.
Die Kiefer gilt als Überlebenskünstler: Wie kaum ein anderer Baum wächst sie auch an den ungemütlichsten Orten. Karge Felsspalten oder trockene Sanddünen sind ihr egal, den sie kommt mit extrem wenig Wasser und Erde aus.
Auch als Nutzpflanze ist sie vielseitig: Klar, wie bei jedem Baum geht es natürlich erst mal um das Holz. Und da Kiefernholz so robust ist, lassen sich die unterschiedlichsten Gegenstände herstellen. In der Forstwirtschaft wird sie auch "Brotbaum" genannt, da sich so viel Geld mit ihrem Holz verdienen lässt.
Doch die Kiefer hat mehr als gutes Holz zu bieten. Wenn bei einer Erkältung die Nase läuft, sind Kiefernnadel die Rettung: Aus ihnen wird Öl gemacht. Wer damit inhaliert oder darin badet, hört schnell wieder auf zu schniefen.
zwei Hände voller Bernstein (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: 50 Millionen Jahre altes Harz50 Millionen Jahre altes Harz
Und dann gibt es noch das Harz: Ärgerlich, wenn es an den Händen klebt, aber notwendig, um Lacke und Farben herzustellen.
Das Harz kann sogar zu einer richtigen Kostbarkeit werden. Allerdings muss es dazu ungefähr 50 Millionen Jahre als sein. Dann entsteht nämlich aus gehärteten Harz wertvolles Bernstein!
Und noch ein Blick über den Atlantik: Denn auch die Amerikaner halten viel von der Kiefer. Allerdings ist ihnen die Kiefer "am Stück" am liebsten - nämlich als Weihnachtsbaum.
Der Baum des Jahres wird vom Kuratorium Baum des Jahres ernannt, dass ausschließlich zu diesem Zweck gegründet wurde. Zum Jahrtausendwechsel wurde der Ginkgo zum "Baum des Jahrtausends" proklamiert - als Mahnmal für Frieden und Umweltschutz.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 25. April 2007