Natur des Jahres
Insekt des Jahres 2010: Der Ameisenlöwe
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Wie ein Schweizer Käse!
Winzig klein - aber oho! Der Ameisenlöwe hat einen schlauen Trick auf Lager - darum wurde er nun zum Insekt des Jahres 2010 gewählt.
Die nur 17 mm große Larve fängt ihre Beute, indem sie Trichter in sandigen Böden baut.
Wenn kleine Insekten dort hineinlaufen, haben sie keine Möglichkeit mehr zu entkommen. Sie rutschen mit dem lockeren Sand zum Trichterboden.
Ganz schön große Klauen!
Dort wartet bereits der Ameisenlöwe mit seinen großen Kieferzangen, um seiner Beute ein lähmendes Gift zu spritzen.
Nach 30 Sekunden kann die sich nicht mehr bewegen und wird vom Ameisenlöwen verspeist.
Seinen Namen hat er übrigens nicht ohne Grund: Am liebsten frisst er Ameisen, die er entschlossen angreift - so wie ein hungriger Löwe.
Und nachdem er sie gefressen hat, werden sie komplett verwertet - es findet also keine Ausscheidung statt.
Endlich Fliegen!
Innerhalb von zwei Jahren wird aus der Larve ein erwachsenes Tier. Dafür häutet sich der Ameisen-Jäger zwei Mal, spinnt sich in einen Kokon ein und verpuppt sich.
Im Sommer schlüpft das Insekt und ähnelt dann einer Libelle. Der Ameisenlöwe wird von diesem Zeitpunkt an Ameisenjungfer genannt.
Weltweit gibt es etwa 2.000 Arten von Ameisenlöwen und Ameisenjungfern. Doch ihr Bestand ist gefährdet.
Autorin: Carina Heßling
Letzte Änderung am 19. Mai 2010