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Natur des Jahres

Internationales Tier 2007 / 2008: Der Delfin

 
OLI ist ganz begeistert von Delfinen. Er hat sie im Zoo mit seiner Kamera beim Schwimmen beobachtet.

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Sendung OLI's Wilde Welt vom 14. März 2009

Nahaufnahme eines Delfinkopfes (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Internationales Tier 2007 / 2008Internationales Tier 2007 / 2008
Delfine haben Menschen schon immer fasziniert. Uralte Legenden erzählen von dieser ganz besonderen Beziehung und schon in der Antike war der Delfin als Retter in der Not bekannt.
Daran hat sich bis heute nicht geändert. Es gibt viele Geschichten von Delfinen, die Ertrinkende retten, Schiffe in den sicheren Hafen lotsen und Taucher vor Haiangriffen schützen.
Auch für Kranke ist er ein "Retter": Es gibt eine Therapie, bei der kranke Menschen mit Delfinen schwimmen. Durch dieses Erlebnis geht es den Menschen oft besser.
Chinesischer Flussdelfin (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Ist der chinesische Flussdelfin Bajij ausgestorben?Ist der chinesische Flussdelfin Bajij ausgestorben?
Doch nicht aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen das "Jahr des Delfins" ausgerufen. Sie möchten zeigen, dass der Delfin dringend Hilfe braucht. Für eine Delfinart kommt jede Hilfe zu spät: Der chinesische Flussdelfin Bajij ist vermutlich ausgestorben.
Sein Zuhause war der Jangtse - Chinas längster Fluss. Heute ist das Wasser schmutzig und zahlreiche Schiffe fahren auf dem Fluss auf und ab. Bei einer Expedition Ende 2006 konnten ForscherInnen keinen einzigen Delfin mehr finden.
Vier Delfine strecken ihren Kopf aus dem Wasser (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Delfine sind sehr gesellig.Delfine sind sehr gesellig.
Nicht nur in den Flüssen, sondern auch im offenen Meer, sind Delfine durch schmutziges Wasser und lärmende Schiffsmotoren bedroht:
Lärm ist besonders schlimm, denn Delfine orientieren sich mit Hilfe ihres Gehöres. Ist es zu laut, verlieren sie die Orientierung: Sie wissen nicht mehr, in welche Richtung sie schwimmen müssen, wo ihre Artgenossen sind und wo sie etwas zu fressen finden.
Dabei ist die Futtersuche auch ohne Lärm ein Problem: Delfine ernähren sich von Fischen. Die Menschen fischen aber soviel, dass es immer weniger Fische gibt.
Und auch die Netze der Fischer sind eine Gefahr: Die Tiere verfangen sich darin und können nicht auftauchen um Luft zu holen. Tierschutzorganisationen schätzen, dass im Jahr mehr als 300.000 Delfine auf diese Art sterben.
Das Jahr des Delfins wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 14. März 2009