Natur des Jahres
Wildtier des Jahres 2007: Der Elch
Wildtier 2007
Wer schon mal in Skandinavien Urlaub gemacht hat, kennt den Elch (Alces alces) vielleicht sogar in freier Wildbahn. Aber wer hätte gedacht, dass er auch durch Deutschlands Wälder spaziert?
Viele Jahre war er tatsächlich verschwunden, wird jetzt aber immer häufiger gesehen und ist deshalb zum "Wildtier des Jahres 2007" ernannt worden.
Der Elch ist der größte aller Hirsche. Er kann bis zu drei Metern groß werden und das Geweih der männlichen Tiere kann eine Spannweite von zwei Metern erreichen. Trotzdem schafft er es, sich fast lautlos durch die Wälder zu bewegen.
Junger Elch mit seinen Eltern
Doch beim Fressen wird ihm seine Größe zum Nachteil. Gras erreicht der Elch nur mühsam. Seine Beine sind zu lang und sein Hals zu kurz, um sich nach Gras zu bücken. Er müsste sich hinknien oder die Vorderbeine weit spreizen.
Deshalb frisst er lieber Zweige und Blätter. Mit seiner riesigen Oberlippe, die Muffel genannt wird, kann er Äste abbrechen und die Rinde von Bäumen schälen.
Vorsicht Elch!
Natürliche Feinde hat der Elch kaum - außer den Menschen. Tausende von Skandinaviens Elchen werden jährlich bei der Elchjagd getötet. Dort gilt das Tier als Landplage, die auch im Straßenverkehr eine große Gefahr darstellt:
Immer wieder passieren Unfälle, weil ein Elch plötzlich auf die Straße springt. Das ist nicht nur für die Tiere, sondern auch für Autofahrer ein Problem.
An viele Straßen stehen deshalb Zäune oder Mauern, die den Weg für die Elche versperren sollen - und Verkehrsschilder weisen AutofahrerInnen auf die Gefahr hin.
Das "Wildtier des Jahres" wird seit 1992 von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWI) ernannt. Die SDWI wurde nach dem 2. Weltkrieg gegründet, um dafür zu sorgen, dass der Lebensraum der Wildtiere erhalten bleibt.
Autorin: Sandra Goller
Letzte Änderung am 19. April 2007