Natur des Jahres
Wildtier des Jahres 2009: Der Igel

Igel im Winter
Sandra Goller
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Wenn es draußen langsam kalt wird, bereiten sich Igel auf den Winterschlaf vor. In dieser Jahreszeit werden aber auch viele Igel in Wildtierpflegestationen abgegeben. Und das schadet den Tieren meistens mehr, als dass es ihnen nützt.

Die Stacheln schützen den Igel nur manchmal.
Droht Gefahr, rollen sich Igel ganz schnell zu einer kleinen stacheligen Kugel zusammen. Bis zu 8.000 Stacheln stehen dann kreuz und quer vom Körper ab.
Bei ihren natürlichen Feinden, wie Füchsen oder Greifvögeln, funktioniert dieser Abwehrmechanismus. Gegen Maschinen, Gifte und vor allem Autos sind die Tiere aber wehrlos.
Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 500.000 Igel überfahren.
Um dafür zu sorgen, dass die kleinen Insektenfresser besser geschützt werden, wählte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild den Igel zum Wildtier des Jahres 2009.
Wildtier 2009
Im Herbst sind besonders viele Igel unterwegs. Es ist höchste Zeit, sich den Winterspeck zuzulegen. Dann kommen sie in Gärten und Parks und stöbern nach Nahrung. Manchmal ist sogar lautes Schmatzen aus den Büschen zu hören. Dort sitzen die Igel am liebsten und fressen Schnecken, Würmer und Insekten.
Ab November verziehen sie sich in ihre Löcher und Höhlen, um Winterschlaf zu halten. Zu einer kleinen Kugel zusammengerollt schlafen sie fünf bis sechs Monate und dürfen dabei auf keinen Fall gestört werden.
Ist der Igel kräftig genug?
Igel sehen zwar niedlich aus und können auch richtig zutraulich werden, sie sind aber Wildtiere. Deswegen dürfen sie nicht aus ihrer natürlichen Umgebung entfernt und mit nach Hause genommen werden.
Verletzte oder schwache Tiere sollten zum Tierarzt oder in eine Igelstation gebracht werden. Dort gibt es genaue Pläne, wie die Tiere am besten gepflegt werden. Sobald die Igel wieder gesund sind, müssen sie freigelassen werden.
Autorin: Cornelia Stenull
Letzte Änderung am 31. Oktober 2011