zur Startseite
Login / Logout
Seite weiterempfehlen Seite drucken

Natur des Jahres

Vogel des Jahres 2007: Der Turmfalke

 
Nahaufnahme des Turmfalken (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Vogel 2007Vogel 2007
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist die häufigste Falken-Art in Europa. Doch Greifvögel werden immer seltener - auch der Turmfalke. Der Naturschutz Bund will mit dem Titel "Vogel des Jahres" auf diese Situation aufmerksam machen.
Bekannt ist der Falke für seinen "Rüttelflug". Deswegen wird er auch "Rüttelfalke" genannt: Hält er Ausschau nach Beute, steht er still in der Luft. Nur die Flügel bewegen sich in Sekundenschnelle auf und ab.
Hat er etwas entdeckt, lässt er sich blitzschnell zu Boden fallen. Für Beobachter sieht es fast so aus, als würde der Falke abstürzen. Erst kurz vor dem Boden bremst er, greift das Beutetier und schwingt sich damit wieder nach oben.
Zwei Falken im Flug (Bild: pixelio.de)
Großansicht: Warten auf BeuteWarten auf Beute
Was seine Ernährung betrifft, ist der Turmfalke sehr anpassungsfähig. Je nachdem wo er lebt, ändert sich sein Speiseplan.
Auf dem Land gibt es Mäuse. Im Süden frisst er auch Eidechsen. Und in der Stadt jagt er hauptsächlich kleine Vögel.
Ja, richtig gelesen: Der Vogel des Jahres 2007 lebt auch in der Stadt. Selbst in einer Großstadt wie Berlin fühlt er sich wohl. Jährlich brüten dort ungefähr 200 Turmfalken-Paare.
Turmfalken in einer Gemäuernische (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Brutplatz in der StadtBrutplatz in der Stadt
Sie bauen ihren Horst hoch oben: In Mauervorsprüngen alter Gebäude, Kirchtürmen oder Schornsteinen.
Doch alte Gebäude werden häufig saniert oder abgerissen. Und die Fassaden moderner Häuser eignen sich nicht zum Nisten. Vogelschützer hängen deshalb Nistkästen auf. So hat der Turmfalke auch in Zukunft einen sicheren Platz zum Brüten.
Doch je mehr Nistplätze, desto besser! Wer die Möglichkeit hat, zuhause einen Nistkästen aufzuhängen, kann dadurch zum Schutz des "Vogel des Jahres 2007" beitragen.
Der Vogel des Jahres wird seit 1971 vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ernannt. Der NABU setzt sich für Naturschutz im In- und Ausland ein.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 13. Dezember 2007